Österreichs bester Jung-Hafner kommt aus Tirol

Bei der Österreichischen Staatsmeisterschaft der Jung-Hafner in Wels überzeugt der Tiroler Ofensetzer Manuel Plazza mit seinem Können und holt sich den Staatsmeistertitel.

Das Hafnerhandwerk in Österreich hat Tradition. Aufgrund der jahrhundertelangen Erfahrung, die immer wieder von Generation zu Generation weitergegeben wird, verfügen österreichische Ofensetzer über weitreichende Fachkompetenzen und arbeiten auf einem hohen Qualitätsniveau.

Staatsmeisterschaft der Hafner dauert drei Tage

Vom 30. Jänner bis 1. Februar 2019 fand in Wels wieder die internationale Fachmesse für Kachelofen und Keramik (KOK Austria) statt. In diesem Rahmen trafen sich sieben junge Hafner aus ganz Österreich, die bereits in Vorausscheidungen ermittelt worden waren, zur Staatsmeisterschaft der Österreichischen Jung-Hafner. Bei dem anspruchsvollen dreitägigen Wettbewerb mussten die Nachwuchstalente einen Ofen nach vorgegebenen Plänen setzen. Die Messebesucher konnten vor Ort den Jung-Hafnern bei ihrer Arbeit zuschauen.

Hafner arbeiten auf höchstem Niveau

Für die Bewertung ausschlaggebend waren neben dem Gesamtbild des Ofens auch die Genauigkeit der Ausführung der Ofenhülle, des Brennraumes und des Zugsystems sowie die Sauberkeit am Arbeitsplatz und die Arbeitssicherheit. Die Entscheidung fiel dem vierköpfigen Komitee, bestehend aus dem oberösterreichischen Landesinnungsmeister Franz Trummer, Gerhard Liebenauer, Martin Greisberger und KOV-Techniker Rudolf Haselböck, nicht leicht. Alle gesetzten Öfen waren Arbeiten auf höchstem Niveau.

Schließlich überzeugte der junge Tiroler Manuel Plazza die Jury mit seinem Können. Er sicherte sich mit seinem Ofen den ersten Platz und damit den Staatsmeistertitel. Somit wird er Österreich auch bei der VEUKO-Europameisterschaft auf der KOK Austria 2021 vertreten.

Geben und Nehmen

Manuel Plazza arbeitet im Ofensetzer-Unternehmen von Christoph Kiechl in Rinn bei Innsbruck. Seit der Betriebsgründung 2006 hat Christoph Kiechl bereits drei Lehrlinge ausgebildet und ihnen sein Wissen und seine Erfahrungen im Ofensetzen weitergegeben. „Lehrlinge auszubilden ist eine wichtige Investition in die Zukunft“, ist Kiechl überzeugt, „auch, wenn es oft mit einem großen Einsatz verbunden ist. Es ist ein Geben und Nehmen: Was ich einem Lehrling in der Lehrzeit an Wissen weitergebe, bekomme ich von ihm als hochqualifiziertem Facharbeiter später wieder zurück.“

Österreichischer Hafner-Staatsmeister: Manuel Plazza (l.) mit Ausbildner Christoph Kiechl (c) Österr. Kachelofenverband

Österreichischer Hafner-Staatsmeister: Manuel Plazza (l.) mit Ausbildner Christoph Kiechl
(c) Österr. Kachelofenverband

 

Der zweite Platz bei den Staatsmeisterschaften ging an Niclas Ganahl (Müller Ofenbau, Ludesch) vor dem Drittplatzierten Jakob Bachschweller (Stefan Hörmanseder, Zell/Pram). Die weiteren Teilnehmer waren: Manuel Seitner (Firma Herbert Schön, Imbach), Fabian Leitgeb (Firma Weiser GmbH, Eggenburg), Thomas Nowak (Firma Brigitte Schrödl, Stoob) und Georg Schurz (Firma Roland Schurz, Wildbad Einöd).

 

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