WK Tirol setzt auf Bildung

Die WKO setzt auf Bildung. Die Tiroler Wirtschaftskammer zählt vor allem auf die angekündigte Verankerung der höheren Berufsbildung – als zweite Säule zum schulischen System.

Die Wirtschaftskammer forciert Bildung – auf allen Ebenen. Unter dem Motto „Wir bilden Zukunft“ hat WKO-Präsident Harald Mahrer die neue Bildungsoffensive der WKO vorgestellt. (wirtschaft.tirol berichtete: Wirtschaft startet Offensive zu trialer Berufsbildung) Sie soll mit gezielten Maßnahmen und konkreten Leuchtturm-Initiativen Antworten auf bestehende und zukünftige wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Herausforderungen liefern. Damit begegnet die Wirtschaftskammer dem Fachkräftemangel und der laufend steigenden Nachfrage nach höher qualifizierten Mitarbeitern. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es für einen Standort wie Österreich wichtig, dauerhaft mit Innovationen zu punkten. Dafür brauchen die Betriebe entsprechend ausgebildete Arbeitnehmer.

Gleichwertigkeit der Bildung forcieren

Der für Bildung zuständige Vizepräsident der WK Tirol, Manfred Pletzer, hebt drei Schwerpunkte der Bildungsoffensive hervor, die von Tirol uneingeschränkt unterstützt werden. Erstens: Das Bekenntnis Mahrers, die höhere Berufsbildung zu verankern. Der Vizepräsident hat hier ein klares Ziel vor Augen: „Eine völlige Gleichwertigkeit schulischer und beruflicher Ausbildungen mit transparenter Durchgängigkeit bis zur höchsten Qualifikationsstufe.“ Dass dieser Weg richtig ist, zeigt ein Blick nach Deutschland. Das Nachbarland ist Innovationsweltmeister und schafft das mit berufsspezifischer Qualifikation – das duale Bildungssystem und die höhere Berufsbildung sind dort fix verankert. Österreich ist gut beraten, die Lehre konsequent zu einem beruflichen Bildungssystem weiterzuentwickeln, das der schulisch-theoretischen Ausbildung ebenbürtig ist. „Nur mit einer starken berufspraktischen Ausbildungssäule sichern wir das dringend erforderliche Fachkräfteangebot und stärken damit unseren Wirtschaftsstandort Österreich“, ist Pletzer überzeugt.

Der nächste Schwerpunkt ist die Ergänzung der dualen Ausbildung durch eine dritte Komponente. Das Erfolgsmodell der dualen Berufsbildung mit den Lernorten Betrieb und Berufsschule wird um ein zusätzliches drittes Element erweitert. „Am WIFI werden den Jugendlichen digitale Grundkompetenzen und Schlüsselqualifikationen vermittelt, die ganz aktuell in Zusammenarbeit mit den Branchen erarbeitet werden“, erklärt Pletzer. Die Praktiker wissen genau, welche Kompetenzen am Markt gefragt sind, und sorgen damit für Aus- und Weiterbildung am Puls der Zeit. An diesem „dritten Lernort“ werden Zukunftskompetenzen aufbereitet, die über das Angebot in den Berufsschulen und den Betrieben hinausgehen.

Appetit auf  Wirtschaft

Als dritten Schwerpunkt verweist Pletzer auf die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Schule. Unter dem Titel „Wirtschaft in die Schule“ werden bestehende Initiativen gebündelt und laufend um neue Maßnahmen erweitert. „Die Förderung von Wirtschaftswissen und Unternehmertum in den Schulen ist uns ein großes Anliegen.“ Die Wirtschaftskammer will beispielsweise mit modernen Unterrichtsmaterialien für Lehrer, mit Projektwochen und mit Auszeichnungen für den besten Wirtschaftsunterricht Appetit auf das „Abenteuer Wirtschaft“ machen. Das Bildungsconsulting der Tiroler Wirtschaftskammer forciert die Zusammenarbeit mit den Schulen und schafft neue Formate und Plattformen für einen Austausch auf Augenhöhe“, hält Manfred Pletzer fest.

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