Jungunternehmer starten positiv ins Wirtschaftsjahr 2019

Die Tiroler Jungunternehmer sind mit Optimismus ins neue Jahr gestartet: mit Vertrauen in das eigene Unternehmen, positiver Entwicklung bei Mitarbeitern – doch die Zuversicht in die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist leicht getrübt.

Zum Jahresbeginn holt die Junge Wirtschaft (JW) die aktuelle Stimmungslage der österreichischen Jungunternehmer zur konjunkturellen Entwicklung ein. 1.350 junge Selbstständige wurden österreichweit befragt – repräsentativ für Österreichs gesamte Jungunternehmerschaft: „Wir sehen weiterhin, dass die Stimmung unter den Jungunternehmern gut ist – knapp 50 Prozent haben eine klar positive Erwartungshaltung im nächsten Jahr. Die jungen Selbstständigen sind ein wichtiger Zukunfts- und Wirtschaftsmotor, von Ost nach West glauben immerhin fast die Hälfte der Jungen an eine positive Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage. Hier gilt es den positiven Drive aufrechtzuerhalten bzw. weiter zu stärken“, erklärt Clemens Plank, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Tirol. 45 Prozent der Jungunternehmer rechnen mit einer konstant bleibenden Ertragslage, die sich 2019 sogar noch verbessern könnte. „Ein anhaltender Optimismus seit 2016, der sehr erfreulich ist“, so Plank.

Auch das Kaufverhalten der Konsumenten entwickelt sich im Sinne der Jungunternehmer. Bei den Befragten ist bei 47 Prozent ein stark bis leicht positiver Trend im Kaufverhalten der Kunden erkennbar. Die Jungunternehmer merken hier noch immer ein positives Kundenverhalten – auch wenn es im Vergleich zu 2018 leicht zurückgegangen ist.

Arbeitsplätze schaffen

In Bezug auf die Investitionen ist die Stimmung bei den jungen Selbstständigen optimistisch. Gut Dreiviertel der Tiroler Jungunternehmer will ihre Investitionsaktivitäten im neuen Geschäftsjahr halten bzw. steigern. Die noch günstige Konjunktur feuert auch den Arbeitsmarkt zusätzlich an und führt zu einer hohen Nachfrage an Arbeitskräften. „Das sind durchaus erfolgreiche Ergebnisse. Neben der positiven Investitionsbereitschaft ist das ein durchaus erfolgreiches Ergebnis. Bei einem Viertel der Tiroler Jungunternehmer ist die Bereitschaft, in den nächsten sechs bis zwölf Monaten einen Mitarbeiter einzustellen, gestiegen“, erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft Tirol.

Auch die Einstellung zur Unterstützung durch die Banken ist positiv. Fast die Hälfte der jungen Selbstständigen in Tirol fühlen sich ausreichend unterstützt. Die Junge Wirtschaft wollte auch wissen, wie die Jungunternehmer die neue Bundesregierung einschätzen, d. h. wie sich ihr Handeln auf die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auswirkt. „Fast 50 Prozent der Befragten ist davon überzeugt, dass das bisherige Handeln der Bundesregierung die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Branche verbessern werden und teilweise schon haben. Doch um das positive Stimmungsklima zu erhalten, heißt es am Ball bleiben und sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen“, so Plank abschließend. „Denn es gibt noch genug zu tun! Nach wie vor gibt es Baustellen, denn sowohl der dringend benötigte Beteiligungsfreibetrag von 100.000 Euro als auch eine Vereinfachung der Lohnverrechnung und eine Lohnnebenkostenpauschale wurden noch nicht eingeführt. Wir brauchen diese Maßnahmen, um ein zukunftsorientierter und wettbewerbsfähiger Standort zu sein.“

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