Neujahrsempfang Innsbruck: Ehrliche Lösungen für alle

Der Bezirk Innsbruck machte den Auftakt und startete mit dem Neujahrsempfang traditionell ins neue Jahr. Bezirksobmann Karl Ischia und Präsident Christoph Walser widmeten sich in ihren Reden den Herausforderungen für den Standort.

In der öffentlichen Debatte werden zentrale Herausforderungen für Tirol häufig nur sehr kurzsichtig betrachtet. Die Folge: Einseitige Blickwinkel und fehlende Perspektive führen zu falschen Schlüssen. Präsident Christoph Walser ist es ein Anliegen, gemeinsam mit allen Beteiligten, Themen gerade zu rücken, die in der öffentlichen Debatte unsachlich diskutiert werden und daher eine Schieflage haben. „Vom Verkehr über den Tourismus bis hin zu einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Ökonomie und Ökologie – nur wer die ganze Realität überblickt, schafft ehrliche Lösungen, die für alle gut sind“, erklärt Walser.

Gerade beim heiß diskutierten Thema Verkehr fehlt Walser die gebotene Sachlichkeit. Es ist praktisch, auf den Lkw-Verkehr zu schimpfen. Dabei wird häufig ausgeblendet, dass ein großer Teil der Transporte der Versorgung der Tirolerinnen und Tiroler dient. Und dass es auch andere Verursacher gibt – wie Pkw-Verkehr oder Hausbrand. „Wenn die Politik wirklich die Luftqualität verbessern will, dann muss sie ehrlich diskutieren und alle Verursacher im Auge haben“, fordert der Präsident.

Auch die aktuelle Tourismusdebatte im Land hat eine negative Schlagseite. Tirol und Tourismus – das ist eine Erfolgsgeschichte. Nur ein florierender Tourismus hält Tirol bis in die kleinsten Seitentäler lebendig und bringt Arbeit und Wohlstand vor Ort. „Daher gilt es, statt bloß dagegen zu sein, die goldene Mitte zu finden. Dafür braucht es das Zutun beider Seiten – auch der Touristiker selbst. Denn: Kein Tourismus ohne Tourismusgesinnung“, erklärt Walser.

„Diese Ehrlichkeit und Offenheit brauchen wir auch bei den anderen großen Zukunftsthemen im Land“, wünscht sich Walser für 2019, „gute Lösungen lassen sich nicht mit Populismus und Patentrezepten erzielen, sondern brauchen den Mut, der ganzen Wahrheit ins Auge zu blicken.“

Lebendige Innenstadt als Garant für Einkaufserlebnis und Arbeitsplätze

Der Bezirksobmann der WK-Bezirksstelle Innsbruck, Karl Ischia, nahm die wirtschaftspolitischen Anliegen im Ballungsraum Innsbruck unter die Lupe. Ischia setzt auf das Einkaufserlebnis in der Stadt. Die Frage des Verkehrs und des Parkens ist dabei zentral. Der Bezirksobmann fordert ein Neudenken bei der Parkraumbewirtschaftung. Das umfasst leichteren Zugang zu Pendlerparkkarten in Parkstraßen, Parkautomaten mit Karten- und Wechselfunktion, die Wiedereinführung des Smart Park Systems, die Verkürzung der Bewirtschaftungszeit sowie die Ausdehnung der Kurzparkdauer in manchen Stadteilen.

“Mir ist der Individualverkehr von Menschen, die in der pulsierenden Stadt Innsbruck Erlebnis und Lebensfreude suchen und Shopping und Gastronomie erleben wollen, lieber als der Verkehr der ausgebeuteten Zusteller der großen globalen Onlinehändler und Leerstände bei den Geschäftslokalen als Folge”, so Ischia.

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