Walser zu IG-Luft Maßnahmen: “Straße ist alternativlos”

“Wir werden die neu geplanten IG-Luft-Maßnahmen ganz genau unter die Lupe nehmen”, sagt WK-Präsident Walser in einer ersten Reaktion auf den heute präsentierten Verordnungsentwurf. Gleichzeitig zeigt Walser Verständnis für die Notwendigkeit, den internationalen Straßengüterverkehr zu reduzieren.

Präsident Walser ruft aber zu einer überlegten Verkehrspolitik “mit Augenmaß” auf. Die Maßnahmen dürfen die Tiroler Wirtschaft und Bevölkerung nicht mit selber Wucht treffen, wie den internationalen Transit.

Bahn: keine Alternative, fehlende Lokführer

“Wir haben in Tirol heute keine Alternative zur Straße!”, erinnert Walser. Die Bahn muss deshalb aufgefordert werden alles zu unternehmen, die notwendigen Transporte zu marktgerechten Preisen und zeitgemäßen logistischen Strukturen abzuwickeln. “Hier gilt es bürokratische, strukturelle und organisatorische Mängel raschest zu beheben und vor allem dafür Sorge zu tragen, dass genügend Lok- und Waggonmaterial sowie – und daran scheitern heute leider viele Fahrten der rollenden Landstraße – auch die notwendige Zahl an Lokführern zur Verfügung steht.”

Investitionen honorieren und Versorgung sicherstellen

“Unsere Tiroler Unternehmen haben in den letzten Jahren, gefördert durch das Land Tirol, massiv in die Modernisierung ihrer Fahrzeuge investiert. Damit haben wir heute die sauberste Lkw-Flotte in ganz Europa”, hält Präsident Walser fest. “Diese Investitionen müssen jetzt auch entsprechend honoriert werden und es muss sichergestellt sein, dass wir alle Tiroler Bezirke unbehindert beliefern können.” Auch die “Randbezirke” Landeck, Reutte oder Kitzbühel dürfen gegenüber dem Zentralraum nicht benachteiligt werden – das würde nur Arbeitsplätze gefährden.

Walser erinnert an Zugeständnisse des Landes

Die vom Land Tirol heute präsentierten Maßnahmen und die konkrete Betroffenheit der heimischen Wirtschaft werden von der Wirtschaftskammer unter Beziehung der Unternehmen eingehend geprüft und bewertet. Präsident Christoph Walser zur weiteren Vorgehensweise: “Gleichzeitig werden wir uns ganz genau anschauen, welchen Beitrag die Maßnahmen zur Senkung der Luftschadstoffe leisten können und ob nicht gelindere Mittel bessere Ergebnisse erzielen würden.”

Für die Tiroler Witschaftskammer steht jedenfalls fest, dass die heimische Wirtschaft – schon allein aus der Alternativlosigkeit – nach wie vor auf den Lkw-Verkehr angewiesen ist und hier keine Zugeständnisse gemacht werden können. “Das wurde uns von der Politik auch versprochen und wird jetzt auch von uns eingefordert!”

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