Innovative Anlagenbauer bei LIOT

Geballtes Know-how zeichnet den Dölsacher Kunststoffbauer LIOT aus. In enger Zusammenarbeit zwischen Kunden, Konstruktionsabteilung und Fertigung entstehen innovative Anlagen sowie Behälter für zahlreiche Einsatzbereiche.

Vor 25 Jahren gründete der Osttiroler Baustoffhändler Klaus Blätterbauer mit einem Partner aus der Kunststoffbranche die LIOT GmbH und startete in einem ehemaligen Ziegelwerk in Dölsach die Produktion von Kunststoffbehältern. Einer der ersten Mitarbeiter war Andreas Eder, der sich nach dem altersbedingten Ausscheiden des Firmengründers seit 2013 zusammen mit seinem Bruder Michael am Unternehmen beteiligte und gemeinsam mit ihm die Geschäftsführung übernahm. LIOT-Hauptgesellschafter ist die deutsche Unternehmensgruppe Hawle. 1997 wurde die erste Produktionshalle am heutigen Standort in Dölsach errichtet; bis 2014 kamen zwei weitere, jeweils größere Hallen dazu.

„Unser Ausgangsmaterial sind Halbzeuge in Form von Platten und Rohren aus unterschiedlichen hochwertigen Kunstoffen. Der Kunde sagt uns, was das Endprodukt können muss, alles andere erledigen wir. Unser hauseigenes Technikum wählt das optimale Material mit den jeweils benötigten physikalischen Eigenschaften wie Wetterfestigkeit, Temperaturbeständigkeit, Schlagzähigkeit oder Lebensmittelechtheit aus, berechnet die statische Auslegung und erstellt die CAD-Konstruktion einschließlich 3D-Visualisierung.

LIOT ist ein echter Handwerksbetrieb

Die Umsetzung erfolgt dann durch unser erfahrenes Produktionsteam, wobei die Bearbeitungstechniken im Wesentlichen denen der Metall- und Holzbearbeitung gleichen. Viele unserer 25 Mitarbeiter sind überdies geprüfte Kunststoff-Schweißer“, erklärt der technische Geschäftsführer und Industriemeister Andreas Eder.

Sein Bruder Michael – HTL-Techniker mit abgeschlossenem Wirtschaftsingenieurstudium – ergänzt: „Trotz unseres modernen Maschinenparks mit CNC-Maschinen und Schweißautomaten sind wir kein Industrie-, sondern ein echter Handwerksbetrieb, der die unterschiedlichsten Kundenwünsche umsetzt. Lediglich ein kleines Trinkwasserspeicher-Programm wird in den etwas ruhigeren Wintermonaten vorproduziert“.

Stichwort Trinkwasser: In diesem sensiblen Bereich ist der TÜV-zertifizierte Betrieb absoluter Spezialist. „Egal ob jemand seine eigene Quelle nutzen will oder ob eine Gemeinde die Trinkwasserversorgung für ihre Bürger gewährleisten muss – wir haben immer die maßgeschneiderte Lösung“, betonen Michel und Andreas Eder.

„Unser Mehrheitsgesellschafter Hawle ist einer der führenden Hersteller von Wasserleitungsarmaturen wie Schiebern, Ventilen und Hydranten. Unsere intensive Zusammenarbeit macht es möglich, bereits bei uns im Werk in die hier gefertigten Kunststoffbehälter alle Armaturen einzubauen. Die Anlagen kommen dann bereits anschlussfertig auf die Baustelle“. Hauptabsatzgebiete sind Österreich und Deutschland.

Dichtheit und Hygiene sind gewährleistet

Exklusiv bietet LIOT vor allem Wasserwerken ein ebenso effizientes wie kostengünstiges Verfahren zur Sanierung von Wasserreservoirs an: Mittels speziellen, vor Ort passgenau verschweißten PE-Platten werden bestehende Wasserkammern ausgekleidet – dadurch sind Dichtheit und Hygiene wieder für viele Jahre gewährleistet.

Hotels und Bäderbetreiber schätzen eine weitere LIOT-Spezialität: „Als Überlauf-Behälter für Schwimmbecken wurden früher meistens gewöhnliche Kunststoff-Öltanks verbaut, die aber dem Chlor und anderen Desinfektions-Chemikalien nicht auf Dauer standhielten. Wir bauen spezielle chemikalienresistente Ausgleichsbehälter. Bei Sanierungen sind die meist beengten Raumverhältnisse eine besondere Herausforderung; unsere versierten Monteure haben bislang immer eine Lösung gefunden“, erklären die Geschäftsführer. Zur breiten LIOT-Produktpalette gehören schließlich auch Lager- und Prozessbehälter für die unterschiedlichsten Industriebereiche – vom Abluftwäscher bis zum Leimtank für die Holzindustrie.

Nachhaltiges und regionales Wirtschaften

Noch eine Besonderheit hat LIOT aufzuweisen: Die Mitgliedschaft bei der Gemeinwohl-Ökonomie Tirol, welche unter anderem zur Erstellung einer Gemeinwohl-Bilanz und vor allem zu nachhaltigem, regionalem Wirtschaften verpflichtet. „Wir erzeugen ja keine Wegwerfprodukte. Im Gegenteil, unsere Behälter und Anlagen haben eine extrem lange Lebensdauer und kommen dort zum Einsatz, wo Kunststoffe anderen Materialien überlegen sind. Überdies werden die bei der Produktion anfallenden Abfälle sortenrein gesammelt, dann von einem Spezialunternehmen geshreddert und mit einer Recyclingquote von nahe 100% wiederverwertet“, begründet Andreas Eder dieses Engagement.

Seit 2013 ist LIOT auch Lehrbetrieb. „Wir bilden junge Leute im Lehrberuf ‚Kunstsstoffformgeber‘ aus. Das hat sich sehr bewährt, da die Lehrlinge bei uns ein besonders breites Spektrum an Fertigkeiten vermittelt bekommen. Zusammen mit dem theoretischen Background, den sie in der Berufsschule in Steyr erhalten, ergibt das jene top ausgebildeten Fachleute, die wir für die stetige Weiterentwicklung unseres Unternehmens dringend brauchen“, so die LIOT-Geschäftsführer.

»Weitere Informationen: Liot Kunststofftechnik GmbH

Zähflüssige Medien erfordern eine spezielle Behälter-Konstruktion. So wie diese Leim- und Härterversorgungsanlage von LIOT für die Holzindustrie.

Zähflüssige Medien erfordern eine spezielle Behälter-Konstruktion. So wie diese Leim- und Härterversorgungsanlage von LIOT für die Holzindustrie.

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