Bilanz der Sommersaison zurückhaltend

Die Sommersaison 2018 ist längst abgeschlossen. Der touristische Winter startete bereits mit 1. November. Die Zahlen der Landesstatistik zum Sommer liegen nun vor.

Von Mai bis Oktober erreichte der Bezirk Landeck 2,5 Mio. Nächtigungen. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein minimales Minus von 0,2 % zu verzeichnen. Bei den Ankünften konnte zugelegt werden. 620.000 Gäste verbrachten ihren Urlaub im Bezirk. Das bedeutet ein Plus von 1,9 %. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 4,1 Tagen.

„Das Niveau der Vorjahre konnte gehalten werden. Eine Nächtigungszunahme blieb jedoch aus. Der in den Medien prophezeite Jahrhundert-Sommer ist bei uns nicht eingetroffen“, resümiert Alexander von der Thannen, Hotelier in Ischgl und Tourismussprecher für den Bezirk Landeck in der Wirtschaftskammer, realistisch.

Gäste-Plus aus Deutschland

Die stärkste Gästenation ist Deutschland. Mit 1,2 Mio. Nächtigungen sorgen die Deutschen Gäste für jede zweite Nächtigung im Bezirk. Nächtigungszuwächse bescherten Gäste aus Belgien (+2,8 %), Italien (+11,8 %), Tschechien (+10,5 %) und Israel (+71,2 %). Auch der Inlandsmarkt ist mit +4,2 % nach wie vor im Anstieg. Der Russische Markt kommt mit einer Gästezunahme um +27,2 % langsam wieder in die Gänge. Rückgänge sind u. a. aus der Schweiz (-1,8 %), den Niederlanden (-6,6 %) und Frankreich (-4,6 %) zu verzeichnen.

Zum Verlauf der Sommersaison

Der Saisonstart im Mai und Juni brachte ein Plus von 0,9 %. Der Juli war mit +4,5 % wesentlich besser als im Vorjahr, der August hingegen sackte mit -4,2 % deutlich ab. Der Wanderherbst im September bescherte ein Plus von 4,8 %, der Oktober fiel mit -4,7 % schwach aus.

„Die Sommersaison weiter auf Kurs zu bringen ist schwierig. Der Preisdruck und die internationale Konkurrenz, vor allem im südlichen und östlichen Mittelmeerraum, sind extrem groß. Tunesien, die Türkei und Ägypten schleudern mit den Preisen. An unserem Produkt, an unserem Angebot kann es nicht liegen. Sonders gleichen muss man suchen. Wir brauchen Mut zum Preis – die Dienstleistungen sind ausgezeichnet und verdienen auch einen entsprechenden Preis, zumal die Kosten laufend steigen. Der Billiggast ist kein treuer Gast, er wechselt dort hin, wo es billiger ist“, zeigt sich von der Thannen kritisch.

Die nächtigungsstärksten Gemeinden im Bezirk Landeck

Serfaus, Fiss, Nauders, St. Anton, Kaunertal und Galtür sind nicht nur die nächtigungsstärksten Gemeinden im Sommer im Bezirk Landeck, sondern platzieren sich auch unter den Top-50 in Tirol.

Sehr gute Ergebnisse erzielen Gemeinden wie Fendels (+9,3 %), Ladis (+4,0 %), Pettneu (+3,3 %), Prutz (+5,2 %), See (+6,2 %), Strengen (+3,8 %) und Zams (+2,3 %). Die größten Einbußen verzeichnen neben Galtür, Fiss und Kaunertal auch Flirsch (-6,9 %), Kappl (-4,5 %), Ried (-1,9 %) und Spiss (-45,9 %).

„Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftsfaktor bis ins hinterste Tal und ist damit auch ein wesentlicher Bestandteil der regionalen Entwicklung unseres Bezirkes. Man darf nicht vergessen, dass alle vor- und nachgelagerten Branchen vom Tourismus profitieren und darüber hinaus Arbeitsplätze geschaffen werden. Es ist notwendig und wichtig, gemeinsamen an einer stärkeren Tourismusbegeisterung zu arbeiten“, unterstreicht KommR Anton Prantauer, Bezirksobmann der Wirtschaftskammer Landeck.

Positiver Abschluss des Tourismusjahres 2017/2018

Das Tourismusjahr 2017/18 endet mit 31. Oktober 2018. Hier fällt die Bilanz positiv aus. Von November 2017 bis Oktober 2018 gab es in im Bezirk Landeck 8,8 Mio. Nächtigungen. Das  entspricht einer Steigerung von +2,1 %. In Summe sind das 181.000 Nächtigungen mehr. Auch die Ankünfte konnten insgesamt zulegen. Mit 1,8 Mio. Gästen ist eine Zunahme um +2,7 % zu verzeichnen, das sind 50.000 Gäste mehr.

Schwaz erzielt 9,7 Mio. Nächtigungen (+2,9 %) und bleibt in der Landesstatistik vorne. Landeck positioniert sich mit 8,8 Mio. Nächtigungen (+2,1 %) als zweitstärkster Bezirk in Tirol.

„Eine übers Jahr ausgewogene Nächtigungsbilanz sichert Ganzjahres-Arbeitsplätze und ist eine wichtige Grundlage für qualitativ hochwertigen Tourismus. Ich spreche allen Tourismusverantwortlichen, den Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben sowie den Seilbahnunternehmen großes Lob aus“, würdigt WK-Bezirksobmann KommR Anton Prantauer.

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