Villinger GmbH: Widerstandsfähige Wärmequelle

Mit LiteHeat löst die Villinger GmbH eine häufige Fehlerquelle in der zivilen Luftfahrt und sorgt nicht nur für mehr Sicherheit, sondern auch für mehr Komfort für Passagiere.

Beheizung ist in der Luftfahrt ein nicht zu unterschätzendes Problem. In der Reisehöhe von Passagierjets herrschen bis zu -60 Grad. Der Rumpf kann isoliert werden, „problematisch wird es aber bei Öffnungen wie Türen“, erklärt Max Anich, technischer Leiter der Villinger GmbH. Denn durch die besten Dichtungen dringt Kälte. Dagegen helfen im Boden verborgene Heizpaneele, kalte Luft aufzuheizen. Eine ideale Lösung ist das aber nicht. „Diese Elemente sind großen mechanischen Belastungen ausgesetzt“, erklärt Anich. Nicht nur alle Passagiere gehen beim Ein- und Aussteigen über den Bereich, auch Flugbegleiter und Servierwägen passieren die Abschnitte mehrfach pro Flug. „Deswegen liegt die Ausfallquote solcher Paneele bei bis zu 60 Prozent. Ist die Heizschlange gebrochen, funktioniert das Element nicht mehr und es kann sogar zu Rauchentwicklung kommen.“

Bruchgefahr

Die Tiroler Villinger Gmbh entwickelt seit Jahren polymere Halbleiterlacke, gewissermaßen beheizbare Farben, die vor allem in Flugzeugen Anwendung finden. „Einfach gesagt leiten unsere Lacke Strom“, erklärt Anich. Und jeder Leiter, durch den Elektrizität fließt, erzeugt Wärme. „Diesen meist unerwünschten Effekt machen wir uns zunutze. Und mit unterschiedlicher Zusammensetzung und Dicke der Lacke können wir sogar bestimmen, wie heiß sie werden.“

Widerstandsfähige Lösung

Darauf aufbauend haben Anich und sein Team mit LiteHeat ein deutlich widerstandsfähigeres Heizungssystem entwickelt. „Unsere Paneele werden mit einer Isolierung versiegelt, und wie die bisherigen Elemente an kritischen Stellen unter dem Bodenbelag montiert“, erklärt er. Da sie aber als Ganzes heizen und nicht nur eine eingebettete Spirale, kann der Strom um Schadstellen herumfließen. Selbst bei Schäden behalten sie so ihre Funktion. Zugleich braucht es deutlich weniger Strom, um die Farbschicht zu erwärmen. So könne bis zu 30 Prozent an Energie gespart werden. „Dem Einsatz steht nur noch die Bewilligung durch die europäische Luftfahrtbehörde im Weg“, meint der Entwickler. „Aktuell arbeiten wir daran, die sehr aufwendigen Tests gemeinsam mit Partnern zu finanzieren. Gelingt das, könnte LiteHeat bereits im kommenden Jahr eingesetzt werden.“

» Nähere Informationen: Villinger GmbH

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