Höchste Zeit für “normale” Zinsen

Für Jürgen Bodenseer ist die Tiefzinspolitik der EZB sinnvoll – um die Wirtschaft anzukurbeln. Jetzt, in Zeiten des Booms, ist jedoch die Rückkehr zu normalen Zinsen überfällig.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält die Zinsen immer noch auf einem historischen Tiefststand – obwohl die Konjunkturlokomotive unter Dampf steht.

“Das ist bedenklich – denn niedere Zinsen machen nur bei einem Konjunkturtief Sinn, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen”, erklärt WK-Präsident Jürgen Bodenseer. Minizinsen, keine Zinsen oder gar negative Zinsen seien auf Dauer atypisch für eine Volkswirtschaft – und “ungesund”, so Bodenseer.

Wenn Geld auf Dauer “zu billig” ist, gerät die Balance zwischen Spareinlagen und Kreditvergaben aus der Balance, was die übliche Geschäftstätigkeit der wichtigen Regionalbanken beeinträchtigt. Auch die Zwangsentschuldung der Staatsschulden durch Null-Zinsen bei laufendem Kaufkraftverlust ist Betrug am Sparer.

Zinsen schrittweise anheben

Jetzt bei guter Konjunktur sollten die Zinsen schrittweise angehoben werden. Wie es die US-Notenbank Federal Reserve, kurz Fed, gemacht hat – zum Glück gegen den Widerstand von Donald Trump, der einmal mehr bewiesen hat, dass er keine Ahnung von Wirtschaft hat.

Trump will mit seiner versuchten Einflussnahme auf die Fed erreichen, dass seine America-first-Politik mit allen Mitteln gepusht wird, auch wenn das langfristig unerwünschte Folgen hat. “Höchste Zeit, dass die EZB wieder zu einem normalen Zinsniveau zurückfindet – sonst besteht im Falle einer neuerlichen Krise keinerlei Spielraum mehr”, erklärt Bodenseer.

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