Winkler Hackgut steht für Energieholz-Kompetenz

Im Jahr 1994 entschied sich Hubert Winkler für die Selbstständigkeit. Seitdem hat sich das Unternehmen Winkler GmbH laufend entwickelt. Vor rund 20 Jahren erfolgte der Einstieg in die Energieholzerzeugung.

In der östlichsten Tiroler Gemeinde Nikolsdorf, wenige Kilometer von der Landesgrenze zu Kärnten entfernt und direkt an der Drautal-Bundesstraße gelegen, befindet sich das neue Energieholz-Kompetenzzentrum der Firma Winkler Hackgut GmbH. „Meine selbstständige Tätigkeit hat 1994 damit begonnen, dass ich mit einem Traktor und einem umgebauten Güllefass Sickerwässer von der Deponie Lavant zum Klärwerk in Dölsach transportierte. 1996 übernahm ich den väterlichen Landwirtschaftsbetrieb „Lacknerhof” und bin dann auch als gewerblicher Agrar- und Kommunaldienstleister tätig geworden, um den vorhandenen Maschinenpark besser auszulasten. Mir waren immer schon klare Verhältnisse wichtig, um gar nicht erst in den Graubereich zwischen den Nebenrechten der Landwirtschaft und den Vorbehaltsbereichen des Gewerbes zu geraten.”

Vor rund 20 Jahren erfolgte der Einstieg in die Energieholzerzeugung. „Damals entstanden die ersten Biomasse-Heizwerke, weshalb ich meinen Maschinenpark um einen Häcksler erweitert habe. 2001 ging die Stadtwärme Lienz in Betrieb, für die ich jeden Winter 400 Festmeter Holz pro Tag gehäckselt habe. Damit wurde sozusagen der Turbo für den Geschäftsbereich Hackguterzeugung gezündet; dazugekommen ist dann auch die Zusammenarbeit mit der Regionalenergie Osttirol, die mittlerweile 18 Biomasse-Heizwerke in ganz Osttirol betreibt”.

Neues Kompetenzzentrum von Winkler

Vielen kleinen Waldbesitzern – meistens Nebenerwerbsbauern – kam die nun gegebene Möglichkeit einer profitablen Verwertung des Brennholzes und Waldhackgutes sehr gelegen. Der Hacker- und Transportfuhrpark wurde erweitert, der Aktionsradius auf Nord- und Südtirol, den Pinzgau und ganz Kärnten ausgeweitet. Als am Lacknerhof nicht mehr ausreichend Platz war, errichtete das inzwischen in eine GmbH umgewandelte Unternehmen vor fünf Jahren ein Energieholz-Kompetenzzentrum direkt an der Drautal-Bundesstraße.

Kürzlich wurde die zweite, 85 m lange Halle fertiggestellt; alle Manipulationsflächen sind nun befestigt und mit Sickermulden für die Oberflächenwässer ausgestattet. Wieder eine enorme Investition, die Hubert Winkler so begründet: „Die Großabnehmer – wir beliefern beispielsweise auch die als weltweit modernstes Biomasse-Heizkraftwerk geltende Anlage ,Klagenfurt Ost’ – bezahlen das Hackgut nicht mehr nach Schüttraummetern, sondern nach Energiehaltigkeit, ausgedrückt in ‚Atro-Tonnen‘. Da spielen viele Faktoren eine Rolle, besonders wichtig ist aber ein möglichst geringer Feuchtigkeitsgehalt. In der neuen Halle haben wir nun überdachte Lagerflächen für 15.000 Kubikmeter Hackgut, jeweils getrennt in unterschiedliche Fraktionen – genau nach den Zertifizierungsvorgaben der Holzforschung Austria und der ISO-Normen. So können wir witterungsgeschützt Lagerbestände aufbauen und exakt nach Kundenwunsch die benötigten Qualitäten liefern”.

Abfall wird zu wertvollem Energieholz

Mit dem Know-how, das sich Hubert Winkler und seine mittlerweile auf 15 Spezialisten angewachsene Belegschaft angeeignet hat, und einem ständig erweiterten Maschinen- und Fuhrpark konnten nun auch viele weitere Problemlösungen für Waldbesitzer, Forstverwaltungen, öffentliche Auftraggeber und auch Privatkunden angeboten werden. So etwa die Verwertung des sogenannten Schlagabraums. „Heutzutage entstehen bei der maschinellen Holzernte riesige, unschöne Berge von Ästen und Kronenmaterial, die im Wald nicht mehr verrotten können und den gefürchteten Borkenkäfer anziehen. Wir verarbeiten dieses Restholz direkt am Schlägerungsort und übernehmen die Zwischenlagerung und den Transport in die Heizwerke.

Wir verwerten auch unbehandeltes Altholz, wie es etwa beim Abriss bzw. dem Umbau von Gebäuden anfällt. Schließlich haben wir auch für Baumwurzeln die beste Lösung: Wir kümmern uns um die Abholung und Zwischenlagerung, shreddern die Wurzeln und sieben anhaftendes Erdreich aus. So wird aus Abfall wertvolles Energieholz”, erklärt der Firmenchef und resümiert: „So leisten wir einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Umwelt, liefern Anreize zur nachhaltigen Waldpflege und belassen dabei die Wertschöpfung in der Region”. Der Unternehmer Hubert Winkler ist nach wie vor auch engagierter Landwirt: Seit der Hofübernahme hat er den bewirtschafteten Eigengrund auf 45 ha mehr als verdoppelt und den Stall für mehr als 120 Mastrinder auf den neuesten Stand artgerechter Tierhaltung gebracht. Herzstück ist der bislang einzige Fütterungsroboter Osttirols. „Die Arbeitserleichterung ist enorm und die Tiere fühlen sich wohl – was
will man mehr”, freut sich der vielseitige Unternehmer.

Bild oben: Das Winkler-Hackgut-Team – flankiert von Hubert Winkler (re.) und seiner Familie (li.) – beherrscht hochkomplexe Maschinen und Fahrzeuge.

»Weitere Informationen: Winkler Hackgut GmbH

Galerie:
Modernste Mobilhacker mit Kranaufbauten und Container-Lkw verarbeiten große Holzmengen rasch zu wertvollem Energieholz.
Winkler Hackgut GmbH
Winkler Hackgut GmbH
Energieholz-Kompetenzzentrum der Winkler Hackgut GmbH
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