Tiroler Innovationspreis 2018 verliehen

Gestern Abend wurde der Tiroler Innovationspreis vergeben: “Greenstorm Mobility GmbH“ aus Söll, die „Single Use Support GmbH“ aus Kufstein und die „Alpex Technologies GmbH“ aus Mils sind die großen Gewinner.

Innovationen sind entscheidend für den Erfolg von Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Tirol. Die Tiroler Wirtschaftskammer und das Land Tirol haben deshalb den „Tiroler Innovationspreis“ ins Leben gerufen. Gestern Abend wurden neun nominierte Unternehmen und ihre innovativen Projekte präsentiert, drei davon im Rahmen der Preisverleihung bei der Firma Med-El ausgezeichnet.

Kategorie „Dienstleistungsinnovation“
Die Greenstorm Mobility GmbH sorgt seit Jahren mit innovativen Ideen am europäischen E-Mobility-Markt für Aufsehen. Mit einem einzigartigen Händlerkonzept hat sich das Start-up aus dem Tiroler Unterland jetzt den Innovationspreis 2018 in der Kategorie „Dienstleistungsinnovation“ gesichert. Das Greenstorm-Konzept geht vor allem deshalb auf, weil es für alle Beteiligten eine Win-win-Situation darstellt: Jedes Frühjahr bekommen die Partnerhotels kostenfrei die neuesten E-Bikes und Elektroautos für ihre Gäste, während die auf der Plattform we-are.travel verkauften Gutscheine dafür sorgen, dass die Auslastung in buchungsschwachen Zeiten steigt. Am Ende der Saison kann Greenstorm dann die gebrauchten E-Bikes gewinnbringend weiterverkaufen – und der Endverbraucher, zu vergleichsweise günstigen Preisen, Räder in Top-Qualität erwerben.

WK-Präsident Jürgen Bodenseer übergab den mit 7.500 Euro dotierten Preis:„Der Tiroler Innovationspreis ist ein Grundstein für die Nächsten Generationen: Dienstleistungen sind ein wichtiger Schlüsselfaktor für die Tiroler Wirtschaft und sein Wachstum. Tirol bietet gute Rahmenbedingungen, um mit innovativen Dienstleistungen Fuß zu fassen und neue Märkte zu erschließen.“

Kategorie „Technische Innovation – Produkte und Verfahren“
Die beiden Gründer der Single Use Support GmbH, Johannes Kirchmair und Thomas Wurm, wollen durch die Entwicklung ihres mobilen Testapparates, MITS, für mehr Patientensicherheit und Wirtschaftlichkeit bei der Abfüllung und Verwendung von biomedizinischen Flüssigkeiten sorgen. Das „Mobile Integrity Testing System“ erkennt automatisch und mobil einsetzbar zwei Mikrometer große Löcher an den Beuteln. Dafür werden die Beutel in den Apparat gelegt, der mithilfe der Zufuhr von Helium die Sterilität feststellt. Für das mobile Testsystem wurde eigens eine flexible Vakuumkammer entwickelt. Diese bläst sich eigenständig auf und legt sich um den zu testenden Beutel ohne ihn zu beschädigen. Durch diese Neuerung kann ein genaues Testergebnis bis zu einer Lochgröße von zwei Mikrometern gewährleistet werden, was ein Eindringen von Viren und Bakterien unmöglich macht. Der MITS-Apparat kann, dank seiner geringen Größe, direkt am Ort der Abfüllung verwendet werden ¬- eine Weltneuheit. Alternative Systeme waren bisher aufgrund ihrer Größe nur stationär verwendbar, was eine Kontrolle am Abfüllort unmöglich machte.

Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf verlieh den mit ebenfalls 7.500 Euro dotierten Preis: „Innovationen sind unsere Brücken in die Zukunft und eine essentielle Voraussetzung für einen attraktiven Wirtschaftsstandort Tirol. Um im internationalen Wettbewerb zu bestehen, brauchen wir laufend neue, innovative Produkte, mit denen wir uns am Markt durchsetzen können. Auf die zahlreichen innovativen Köpfe im Land können wir stolz sein!“

Kategorie „Konzepte mit Innovationspotenzial“
Hier punktete die Alpex GmbH aus Mils. Eine der anspruchsvollsten Aufgaben für Konstrukteure von elektrischen Fahrzeugen ist das Verstauen der Batterien. Die Stromspeicher müssen gekühlt werden, crashsicher und elektromagnetisch abgeschirmt sein. Aus diesem Grund sind sie in der Regel in einer Wanne aus Aluminium oder Edelstahl befestigt. Diese Materialien erfüllen die Sicherheitskriterien, sind aber aufgrund ihres Gewichts eher unpraktisch. Die Alpex Technologies GmbH stellt ein Konzept vor, das viele dieser Probleme zu lösen verspricht. In Zusammenarbeit mit der SGL Group und den Universitäten Graz und Linz ist es der Tiroler Firma gelungen, das Carbon Sheet Molding Compund Pressverfahren (C-SMC) für die Herstellung von Batteriewannen zu verwenden.

Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg verlieh den mit 3.000 Euro dotierten Preis: „Ich freue mich, dass es in Tirol sehr gute Kooperationen zwischen Universitäten, Fachhochschulen und Institutionen gibt, die mit Tiroler Unternehmen zusammenarbeiten und innovative Vorhaben und Produkte zum Nutzen der Gesellschaft und Wirtschaft hervorbringen.“

Folgende Unternehmen werden aus Tirol zum Staatspreis Innovation entsendet:
Tiroler Rohre GmbH (www.trm.at), Dibit Messtechnik GmbH (www.dibit.at) und die ALPEX Technologies GmbH (www.alpex-tec.com).

Nominierte für den Verbundsonderpreis VERENA: ALPEX Technologies GmbH (www.alpex-tec.com).
Die Nominierung für den Sonderpreis Econovius ist auf die Villinger GmbH (www.villinger.com) gefallen.

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