Startschuss für den „Plan T – Masterplan für Tourismus“

Fast zehn Jahre ist es her, dass sich die Bundespolitik ausführlich mit einer Strategie für den österreichischen Tourismus beschäftigt hat. Daher hat die Bundesregierung den Tourismus im Regierungsprogramm verankert und das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus mit der Erarbeitung eines Masterplans für den Tourismus beauftragt.

Heute ist nun der Startschuss für den “Plan T – Masterplan für Tourismus” gefallen. Gemeinsam mit der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich, den Bundesländern und den wichtigsten Stakeholdern sowie Expertinnen und Experten werden in den nächsten Monaten die nächsten konkreten Schritte für dessen Erarbeitung und Fertigstellung  erfolgen.

Jeder fünfte Vollzeitarbeitsplatz hängt am Tourimus

„Der Tourismus ist von herausragender Bedeutung für Österreich. Mit 16 Prozent Anteil am BIP geben die über 90.000 in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft tätigen Betriebe mehr als 700.000 Menschen direkt oder indirekt eine Beschäftigung. Somit steht jeder fünfte Vollzeitarbeitsplatz Österreichs in Verbindung mit der Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Mit dem neuen Masterplan möchte ich eine Basis für eine sinnvolle und nachhaltige Weiterentwicklung des Tourismus legen“, meinte Tourismus-Ministerin Elisabeth Köstinger, die die Initiative heute gemeinsam mit der Obfrau der Bundesparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Petra Nocker-Schwarzenbacher und dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter vorstellte.

Masterplan mit neun Kernthemen

Der “Plan T” soll sich vornehmlich mit folgenden neun Kernthemen beschäftigen:

  • Kooperation zwischen Tourismus, Landwirtschaft und Kulinarik
  • Nachhaltiger Tourismus
  • Neue Wege der Tourismusförderung und Finanzierung
  • Die Entwicklung eines zukunftsgerichteten Indikatorensystems
  • Marketing, Werbung und Kommunikation
  • Touristische Rahmenbedingungen
  • Arbeitsmarkt sowie Aus- und Weiterbildung
  • Digitalisierung im Tourismus vorantreiben
  • Internationale Trends und Herausforderungen im Tourismus

Landeshauptmann Günther Platter zeigt ich erfreut über die neue Initiative und sicherte der Tourismus-Ministerin volle Mitarbeit und Unterstützung im gesamten Prozess zu: „Gerade Tirol als führendes Tourismusland im Alpenraum ist interessiert an einer strukturierten und zukunftsorientierten Herangehensweise. Meine Erwartungen sind groß, zumal diese Bundesregierung als eine ihrer ersten Maßnahmen die notwendige Absenkung des Mehrwertsteuersatzes auf Nächtigungen umgesetzt hat. Ich bin voller Zuversicht, dass wir den positiven Schwung im Sinne der Branche nun aufgreifen und weiterführen werden.“ Platter zeigte bereits die für ihn wichtigsten Problemfelder auf, denen er besonderes Augenmerk schenken möchte: „Die Themen im Tourismus sind vielschichtiger geworden. Einerseits bieten das Geschwisterpaar Tourismus und Landwirtschaft große Chancen, wenn man allein an die Kulinarik denkt. Andererseits stellt uns der eklatante Fachkräftemangel vor große Herausforderungen in einer Branche in der der Mensch und die Gastlichkeit im Mittelpunkt steht. Und drittens stellen uns Phänomen wie AirBnb und Co vor Herausforderungen auf die wir österreichweite Antworten brauchen,“ so Platter.

Einbeziehung von Experten

Auch Spitzen-Vertreter des Tiroler Tourismus wie Spartenobmann Josef Hackl, Hotellerie-Obmann Mario Gerber oder Seilbahn-Obmann Franz Hörl sehen  den Startschuss für den “Plan T” als positives Signal. „Mir ist wichtig, dass wir mit dem Masterplan keine leere Worthülsen, sondern echte Substanz produzieren. Mit der Einbeziehung zahlreicher Experten und der Länder sowie der Themenarbeit in den Zukunftswerkstätten liegen die richtigen Instrumente bereit“, kommentierte etwa Gerber.

» Der Prozess des „Plan T – Masterplan für Tourismus“ kann unter www.bmnt.gv.at/masterplan-tourismus verfolgt werden.

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