In Tirol fehlen 20.000 Fachkräfte

Das Fachkräfte-Radar zeigt: In fast allen Branchen fehlen Mitarbeiter. Die Wirtschaftskammer steuert dagegen und unterstützt die Betriebe mit gezieltem Service, um den Standort wieder zukunftsfit zu machen.

Selbst wenn manche die Realität leugnen oder einfach nicht wahrhaben wollen: Der Mangel an Arbeitskräften ist ein Problem für die heimischen Betriebe. Jedes Dienstleistungs- oder Produktionsunternehmen arbeitet mit Wertschöpfungsketten – fehlt an einer Stelle ein Glied, gerät schnell der ganze Ablauf ins Wanken. Wie groß die Lücke für die heimischen Betriebe bereits ist, hat die WKO in ihrem Fachkräfte-Radar erhoben. „Die Ergebnisse sind alarmierend: Insgesamt geben drei Viertel der 4.500 befragten Unternehmen an, dass sie den Mangel an Arbeitskräften stark zu spüren bekommen”, erklärt WK-Präsident Jürgen Bodenseer.

Spürbare Umsatzeinbußen durch fehlende Fachkräfte

Besonders intensiv wirkt sich der Mangel an geeigneten Mitarbeitern in mittelgroßen Betrieben, im Tourismus, im handwerklich-technischen Bereich sowie bei uns in Westösterreich aus. In Summe fehlen 162.000 Fachkräfte in Österreich, umgerechnet auf den größeren Bedarf in Tirol sind es hier rund 20.000. Diese kritische Lage bleibt nicht ohne Folgen: Sechs von zehn Betrieben spüren bereits Umsatzeinbußen durch den Fachkräftemangel. Jede zweite Firma fährt ihre Innovationen zurück und verschenkt damit einen Teil ihrer Zukunftschancen (siehe Grafik ).

Infografik_Fachkraefte_V02

„Der erste Jobgipfel der Regierung mit den Sozialpartnern war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung”, hält der WK-Präsident fest. Mit der Verstärkung der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Inland, der gezielten qualifizierten Zuwanderung, der Regionalisierung der Mangelberufsliste und dem Fokus auf der Lehrausbildung sind langjährige Forderungen der WK umgesetzt worden. Dazu passt auch das Signal, die Meisterausbildung gleichwertig mit einem Bachelor einzustufen – damit begegnen sich berufliche und schulische Ausbildung endlich auf Augenhöhe. „Das Gesamtpaket ist ein gelungener Startschuss, um den Fachkräftemangel an der Wurzel zu packen und den Standort zukunftsfit zu machen”, so Bodenseer.

WK-Fachkräfte-Radar bringt Orientierung
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