Betriebe leisten zwei Milliarden für das soziale Netz

Mit über zwei Mrd. Arbeitgeberbeiträgen finanzieren die Betriebe das Sozialsystem zu 56 Prozent – keine Spur von sozialer Kälte, betont WK-Präsident Jürgen Bodenseer.

Gegen Sozialbetrug wird in Tirol mit einer eigenen Ermittlungsgruppe vorgegangen, die bundesweit als Pilotversuch dient. Die Gewerkschaft hat in diesem Zusammenhang gefordert, das Tätigkeitsfeld auch auf Firmen auszuweiten. Es seien im Jahr 2017 4,2 Millionen Euro an Sozialabgaben nicht abgeführt worden, polterte der ÖGB. Und vergaß dabei zu erwähnen, dass unabhängig von der neuen Ermittlungseinheit Arbeitgeber selbstverständlich laufend kontrolliert werden, zum Beispiel auf Baustellen und in Lokalen.

Abgesehen vom falschen Eindruck, Unternehmen könnten schalten und walten wie sie gerade möchten, ist es höchste Zeit, diese vom ÖGB angeführte Zahl in einen Zusammenhang zu stellen: 2017 haben die Tiroler Betriebe über zwei Milliarden Euro mit ihren Arbeitgeberbeiträgen ins Sozialsystem eingezahlt.

Über 2 Milliarden Euro steuerten die Tiroler Betriebe zum Sozialsystem bei.

Über 2 Milliarden Euro steuerten die Tiroler Betriebe zum Sozialsystem bei. Grafik: WKT

Die behauptete Summe an Außenständen bekommt in diesem Licht eine andere Dimension – es handelt sich um 0,2 Prozent der gesamten Aufwendungen seitens der Unternehmer. „Die Gewerkschaft sollte nicht nur einzelne Fakten herauspicken, sondern diese auch in einen Gesamtzusammenhang stellen“, wünscht sich der WK-Präsident in diesem und in ähnlichen Fällen, „oft genug kommt die ganze Wirtschaft in Generalverdacht, nur weil Einzelfälle auftauchen.“ Die aktuelle Sozialbilanz der WK Tirol belegt einmal mehr: Die Tiroler Unternehmer tragen das Sozialsystem – und zwar exakt zu 56,33 Prozent.

Eines der dichtesten sozialen Netze der Welt

Die Tiroler Betriebe steuerten letztes Jahr 2,01 Milliarden Euro für Sozialausgaben bei, die Mitarbeiter 1,56 Milliarden. Die Unfallversicherung, die Insolvenz-Entgeltsicherung und die Mitarbeitervorsorge werden sogar ausschließlich von Unternehmer-Beiträgen gespeist.

„Pensionen, Arbeitslosengeld, Umschulungen, Arztbesuche und vieles mehr: Ohne die hohen Beiträge der Wirtschaft könnte unser soziales Netz nicht finanziert werden“, erklärt der WK-Präsident, „Österreich hat nach wie vor eines der dichtesten sozialen Netze der Welt – wer von „Sozialer Kälte“ und „Neoliberalismus“ spricht, weiß nicht, was diese Begriffe bedeuten.“

Diesen Post teilen
X

Ihre Anmeldung für aktuelle Tiroler Wirtschaftsnews – Fast geschafft!

Bitte überprüfen Sie Ihren E-Mail-Eingang. Sie erhalten in Kürze unter der angegebenen E-Mail-Adresse eine Nachricht mit einem Bestätigungslink.
Ein Klick auf den Bestätigungslink schließt die Anmeldung ab.

Sehen Sie gegebenenfalls unter „Werbung“ oder „Spamverdacht“ nach, sollten Sie die E-Mail nicht in Ihrem normalen Posteingang finden.

Jetzt Newsletter abonnieren und regelmäßig personalisierte Tiroler Wirtschaftsnews erhalten!
(Ihre Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben)

Bitte warten, Sie werden angemeldet!
Bitte füllen Sie alle Felder aus!