Drohnen: Alle Vorschriften auf einen Blick

Allein in Österreich sind rund 100.000 der beliebten Fluggeräte unterwegs. Die meisten davon werden von Freizeit-Piloten geflogen. Doch auch im gewerblichen Bereich sind Drohnen immer mehr im Kommen.

Egal, ob meteorologische Messungen, Planungen in der Landwirtschaft, Dokumentation von Baufortschritten, Werbefotografie, Logistik oder Kameraeinsatz in der Filmindustrie – die Einsatzmöglichkeiten von Drohnen sind schier unerschöpflich. Was die wenigsten wissen: Der Himmel ist kein rechtsfreier Raum, der Betrieb von Drohnen unterliegt daher strengen Regeln.

Fehlendes Wissen über Vorschriften für Drohnen

Hätten Sie beispielsweise gewusst, dass Sie Drohnen bei der Austro Control melden müssen, sobald diese eine Kamera tragen? Oder dass Sie mit Spielzeug-Drohnen maximal 30 Meter hoch fliegen dürfen? Oder dass es grundsätzlich verboten ist, mit Drohnen über Menschenansammlungen zu fliegen?

Falls Sie eine dieser Fragen mit „Nein“ beantworten mussten, stehen Sie nicht allein da. Fast die Hälfte aller Drohnenbesitzer gibt an, die Vorschriften zum Drohnen-Flug nicht zu kennen. Und die andere Hälfte weiß bestenfalls ungefähr Bescheid. Das geht aus einer Umfrage des Kuratoriums für Verkehrssicherheit hervor. „Drohnenpiloten tragen eine enorme Verantwortung. Denn wer seine Drohne nicht beherrscht oder die Luftfahrtsvorschriften missachtet, bringt sich selbst und andere in Gefahr“, weiß Wolfgang Lamprecht, Produktmanager am WIFI Tirol. Bisher gab es in Österreich noch keine schweren Unfälle oder Schäden durch Drohnen. Immer wieder kommt es allerdings zu Situationen, wo Drohnen gefährlich nahe an Hubschrauber, Flugzeuge oder Paragleiter herankommen – was selbstverständlich streng verboten ist.

Viele Drohnen müssen angemeldet werden

Seit einer Novelle des Luftfahrtgesetzes Anfang 2014 ist in Österreich genau geregelt, wie Drohnen kategorisiert und ob diese bei der Austro Control angemeldet werden müssen. „Eine wichtige Rolle spielen Gewicht, Einsatzgebiet und -zweck“, erläutert Wolfang Lamprecht. Fluggeräte unter 250 Gramm Abflugmasse müssen nicht bewilligt werden. Drohnen, die gewerblich eingesetzt werden, allerdings schon. „Auch Fluggeräte, die eine Kamera tragen, müssen angemeldet werden – ganz egal, ob damit Fotos oder Videos für den privaten oder gewerblichen Gebrauch angefertigt werden“, so Lamprecht.

Das WIFI bietet zwei Ausbildungen für Drohnenpiloten an. „In der Basis-Ausbildung legen wir den Schwerpunkt auf den Hobbybereich. Der Advanced-Kurs ist für Piloten, die ihre Drohne gewerblich einsetzen möchten“, erklärt Wolfgang Lamprecht. Beide Kurse bereiten darauf vor, Drohnen sicher und entsprechend den gesetzlichen Vorschriften im Luftraum zu bewegen. Der Advanced-Kurs beinhaltet zudem die Vorbereitung auf die Befähigungsprüfung bei der Austro Control – damit darf man auch über besiedeltem Gebiet fliegen, sofern man über die notwendige Sondergenehmigung verfügt.


Weitere Informationen
Mehr Infos zu den rechtlichen Grundlagen für den Betrieb von Drohnen finden Sie auf tirol.wifi.at/blog/basiswissen-drohnen, das Ausbildungsangebot des WIFI für Drohnenpiloten unter tirol.wifi.at/drohnen.

 

drohnen

 

 

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