Vorzeigemodell: Sherpas auf Almhütten

Alois Rainer, Obmann der Gastronomie in der WK Tirol, ortet bei den auf Tiroler Almhütten arbeitenden Sherpas ein Vorzeigebeispiel, das aber auch weiteren dringlichen Handlungsbedarf aufzeige.

„Ich freue mich über solche gelungenen Modelle, da sie eine absolute Win-win-Situation darstellen. Einerseits ist dies eine effiziente Hilfe für unsere Almwirte, die händeringend nach Personal suchen. Andererseits bieten die Almhütten den in den Sommermonaten nach Arbeit suchenden Sherpas eine sichere und vor allem auch beliebte Beschäftigung“, so Rainer, der dabei auch den integrativen und völkerverbindenden Aspekt hervorhebt. Das Beispiel zeigt aber auch, so Rainer, dass es nach wie vor dringenden politischen Handlungsbedarf gibt.

„Es gäbe viel mehr Sherpas, die sich für einen Job in Tirol bewerben würden. Doch leider sind uns mit dem geringen Saisonnier-Kontingent die Hände gebunden. Solange hier nichts unternommen wird, um das gesamte Kontingent zu erhöhen, wird es für unsere Wirte weiterhin enorm schwierig, gutes Personal in ausreichendem Umfang zu finden“, so Rainer, der sich in Zukunft weiterhin intensiv für eine Ausweitung der Kapazitäten bei Saisonniers einsetzen möchte: „Denn neben den vielen Sherpas, die gerne in Tirol arbeiten würden, gibt es zahlreiche weitere Arbeitskräfte aus dem Ausland, die nicht in der heimischen Gastronomie beschäftigt werden dürfen“, weiß Rainer, der dabei vor allem einen weiteren Aspekt in die Diskussion einbringen möchte: „Alle haben zudem eines gemeinsam: Sie nehmen keinem einzigen Einheimischen den Job weg, sondern sie sind vielmehr gern gesehene, fleißige Mitarbeiter und bringen kulturelle Vielfalt in die internationale Tourismusbranche.“

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