Neue Förderung für Gebäudesanierung

Für Betriebe und Private steht eine neue Förderung für die Gebäudesanierung bereit, vorausgesetzt die Maßnahmen tragen zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Pro Antrag sind bis zu 12.000 Euro Förderung möglich.

Insgesamt werden heuer 42,6 Millionen Euro Fördermittel für Gebäudesanierungen bereitgestellt. Wie viel Geld man bekommt, ist abhängig von der Sanierungsqualität, die Summe beträgt bis zu 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten. Für die Umstellung auf klimafreundliche Heizsysteme gibt es einen Bonus. Förderanträge für diese Periode können bis 28. Februar 2019 eingereicht werden.

Wer gefördert wird

Die Förderungsmittel für die thermische Gebäudesanierung werden für alle Unternehmen und sonstige unternehmerisch tätige Organisationen bereitgestellt. Darüber hinaus können auch Vereine und konfessionelle Einrichtungen einreichen. Auch private Haushalte werden mit dem Sanierungsscheck 2018 gefördert. Die Fördermittel dafür werden ausschließlich für natürliche Personen bereitgestellt. Allerdings können im Rahmen des Sanierungsschecks auch Wohnungseigentümer und Mieter von Wohnungen bei Sanierung des gesamten mehrgeschoßigen Wohnbaus einen Förderungsantrag einreichen.

Was gefördert wird

Betrieblich genutzte Gebäude, die mehr als 20 Jahre alt sind, können Förderungen für Einzelmaßnahmen und für eine umfassende Sanierung in Anspruch nehmen. Die Förderungen umfassen unter anderem folgende Maßnahmen:

  • Thermische Sanierung der Gebäudehülle sowie der obersten oder untersten Geschoßdecke,
  • Sanierung bzw. Austausch der Fenster und Außentüren,
  • Umstellung von Heizungsanlagen auf klimafreundliche Heizsysteme (Solaranlage, Holzzentralheizung, Wärmepumpe, Nah-/Fernwärmeanschluss) durch einen Bonus von bis zu 5000 Euro in thermisch hochwertigen Gebäuden oder in Kombination mit einer thermischen Sanierung,
  • Einsatz gebäudeintegrierter Photovoltaik-Anlagen im Rahmen der thermischen Sanierung der Gebäudehülle
  • hinterlüftete Fassadensysteme/-schalungen

Je nach Art der Sanierung kann die Höhe der Förderung bis zu 12.000 Euro betragen. Der Investor kann dabei frei entscheiden, ob er Teil- oder Komplettsanierungen vornimmt und ob er letztere auf einmal oder etappenweise realisieren will. Es können nur Sanierungsmaßnahmen an bestehenden und bisher beheizten Bauteilen gefördert werden. Kapazitätsausweitungen wie Zubauten oder andere Gebäudeerweiterungen (Vergrößerung des beheizten Bruttoraumvolumens) werden aliquot von den gesamten umweltrelevanten Kosten abgezogen.

Wichtig: Förderung vor Projektstart beantragen

Die Antragstellung von Betrieben muss bei umfassenden Sanierungen immer vor Durchführung der Maßnahme erfolgen, das heißt vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Leistungen, ausgenommen sind Planungsleistungen, sonst ist eine Förderung ausgeschlossen. Bei Einzelmaßnahmen ist der Antrag nach Projektumsetzung, aber spätestens sechs Monate nach Rechnungslegung, einzubringen. Der Antrag kann bis zum 28. Februar 2019 online gestellt werden.

Unterlagen für die Antragstellung

  • Für die Antragstellung brauchen Unternehmen folgende Unterlagen:
  • Energieausweise für „Nicht-Wohngebäude” vor und nach der Sanierung
  • eine technische Beschreibung inklusive Bestands- und Einreichplänen
  • Angebote bzw. Kostenvoranschläge für die wesentlichen Kostenpositionen
  • einen Bericht des Kreditinstituts bei einer Investition von mehr als 500.000 Euro (Formular dafür unter www.umweltfoerderung.at)
Weitere Informationen
Die Abwicklung erfolgt für Betriebe wie bisher auf www.umweltfoerderung.at/betriebe über die Kommunalkredit Public Consulting, für Private wie gewohnt über die Bausparkassen unter www.sanierungsscheck18.at. Die Einreichfrist läuft bis 28.2.2019 bzw. solange Fördermittel vorhanden sind.
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