Steinringer baut den Kachelofen der Zukunft

Die Ofenbau Steinringer GmbH aus Lienz in Osttirol steht für einzigartige Handwerksqualität. Vater und Sohn wollen das traditionelle Hafnerhandwerk möglichst in vollem Umfang ausüben.

„Wir leisten einen Beitrag dafür, dass unser Land energieautark wird”, ist Kommerzialrat Josef Steinringer, Seniorchef des 1981 gegründeten Hafner- und Heizungsbauunternehmens Ofenbau Steinringer überzeugt. „Deshalb beschäftigen wir uns ständig mit der Weiterentwicklung des Kachelofens, der für die heutigen Häuser und Wohnungen mit dem gesunkenen Wärmebedarf einfach die ideale Heizungsform darstellt”.

Sohn Klaus, Geschäftsführer der Ofenbau Steinringer GmbH mit Sitz in Lienz, ergänzt: „Wir wollen das traditionelle Hafnerhandwerk möglichst in seinem vollen Umfang ausüben, dabei aber alle technischen Errungenschaften zur Optimierung nutzen. Das bedeutet für uns, dass wir sowohl die Keramik als auch das ‚Innenleben‘ der Öfen selbst herstellen; sogar die Ofentüren sind Eigenentwicklungen, die wir nach unseren Plänen anfertigen lassen.” Ein solches Produkt, das handwerklich in Kleinserie mit unzähligen Designvarianten hergestellt und erfolgreich exportiert wird, ist der „Dolomit-Kleinkachelofen”. „Die Besonderheiten sind der geringe Platzbedarf, das ausgeklügelte Modulsystem und die vollständige Vorfertigung bei uns; der Ofen lässt sich einfach aufstellen und bei einem Umzug in die neue Wohnung mitnehmen.

Steinringer entwickelt innovative Ideen

Wir sehen uns als Spezialisten für Speicheröfen, die sich durch die langsame, gleichmäßige Abgabe der Strahlungswärme auszeichnen”, erklärt Klaus Steinringer. Spektakulär ist die jüngste Innovation des „Qualitätshandwerk Tirol”-Betriebes: „Zusammen mit der Mechatronik-HTL in Lienz haben wir einen Solar-Speicherofen entwickelt, der den Strom, den unsere Kunden mittels Photovoltaik-Anlagen selbst erzeugen, bestmöglich zur Wärmeerzeugung nutzt. Dazu werden die Kachelöfen mit Heizplatten – das Material dafür stammt aus der Flugzeugindustrie – bestückt. Die so erzielte Speicherkapazität beträgt beachtliche 18 KW.

Liefert die PV-Anlage etwa an einem trüben Tag nur wenig Strom, werden eben nur einzelne Speicherelemente erwärmt; den restlichen Wärmebedarf gibt die konventionelle Holzheizung ab.” In Kürze wird die Fertigungshalle in der Nachbargemeinde Leisach um einen Zubau erweitert, in welchem ab kommendem Jahr die Solar-Kachelöfen produziert werden. Eine Eigenentwicklung sind auch die hochfeuerfesten Gusskeramik-Schamotte für den sogenannten „Innenausbau” der Kleinkachelöfen. „Die CAD/CAM-Programmierung unserer Zeichnungen für die Gussformen besorgte der Osttiroler Automatisierungstechnik-Spezialist Micado.

Kachelöfen auf Reisen

Für die Ofenkacheln ist mein Bruder Peter Steinringer, der auch die heiklen Glasuren selbst herstellt, zuständig; den Metallrahmen fertigt die Firma Schösswender in Anras. Daher können wir unsere Öfen mit gutem Gewissen mit dem Slogan ‚Einzigartige Handwerksqualität aus Osttirol‘ bewerben”, so Klaus Steinringer. „Mit einem eigenen Messstand und modernsten Prüfgeräten stellen wir außerdem sicher, dass alle unsere Öfen die höchstmögliche Energieeffizienz bei niedrigsten Emissionswerten erreichen.”

Firmengründer Josef Steinringer – für seine Verdienste um das Hafnerhandwerk und speziell um die Lehrlings- und Meisterausbildung vor einigen Jahren mit dem Kommerzialratstitel „geadelt”, fügt hinzu: „Durch den optimal gesteuerten Abbrandvorgang kommt man mit geringen Brennholzmengen aus; übrig bleibt nur ein wenig Asche, die man als hochwertigen Pflanzendünger verwenden kann”. Kleinkachelöfen aus dem Haus Steinringer findet man übrigens weltweit. „Ein gebürtiger Osttiroler, der schon seit vielen Jahren in Seattle lebt, hat bei der Bestellung gemeint, er wolle sich ein Stück Heimat nach Amerika holen.” Beste Kontakte bestehen auch nach Japan, seit Josef und Peter Steinringer vor zehn Jahren ein Lesachtaler Brotbackhaus in der Nähe von Tokio gebaut haben. Bei den Japanern besonders geschätzt sind die Kleinkachelöfen mit Herdfunktion – damit man auch für Notfälle gerüstet ist. Der Seniorchef zeigt ein rotes Modell im Ausstellungsraum: „Dieser Ofen geht demnächst auf die Reise in das Land der aufgehenden Sonne – als Geschenk für eine Erdbebenopfer-Gedenkstätte.”

»Weitere Informationen: Ofenbau Steinringer GmbH

Hafner- und Heizungsbaumeister Klaus Steinringer und sein Vater und Firmengründer Josef verbinden traditionelles Handwerk mit innovativen technischen Lösungen.

Hafner- und Heizungsbaumeister Klaus Steinringer und sein Vater und Firmengründer Josef verbinden traditionelles Handwerk mit innovativen technischen Lösungen. Foto: Ofenbau Steinringer

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