Schwoich als Nabel der Automationswelt

Seit November 2017 ist die Zentrale der VAHLE Automation in Schwoich ein Technologiestandort von Weltmarktformat. Die Zeichen stehen auf Wachstum, wie VAHLE Automation-Geschäftsführer Alfred della Torre im Interview erklärt.

INTERVIEW

wirtschaft.tirol: Wie lief der Start des Vahle-Technologiezentrums in Schwoich?

Alfred della Torre: Der Bau wurde wie geplant im Sommer 2017 fertiggestellt. Im August und September 2017 konnten wir aus unseren alten Büroräumlichkeiten in das neue Betriebsgebäude umziehen und seit Jahresbeginn 2018 ist das Gebäude im „Vollbetrieb“. Zahlreiche internationale Kunden wurden bereits empfangen, die sich vom neuen Standort begeistert zeigten.

Wie hat sich im Zuge dessen, dass Schwoich zur Automations-Zentrale der Gruppe wurde, der Standort selbst verändert beziehungsweise entwickelt?

Der Standort ist mit der Hauptsitzernennung zu einer internationalen Anlaufstelle geworden. Weiters erfolgte zum Jahreswechsel 2017/18 die Umfirmierung von VAHLE DETO in Vahle Automation und die internationalen Standorte Kamen und Kufstein werden nun in Schwoich zentral verknüpft.

Am Standort werden Kunden, Vertreter und VAHLE-Mitarbeiter aus aller Welt empfangen – wie zum Beispiel aus den USA, aus China, Korea, Spanien, Italien, der Slowakei, Skandinavien oder den Niederlanden. So bildet unsere Zentrale in Schwoich den Nabel der Automationswelt und bündelt das automationsspezifische Know-How im Hause VAHLE.

Lösungen gemeinsam mit den Kunden zu entwickeln und sie in der Demofabrik zu testen bzw. zu präsentieren, klingt nach einem sehr lebendigen Zusammenspiel. Wo liegen dabei die Knackpunkte?

Die Knackpunkte liegen darin, kundenspezifische Lösungen mit unserem standardisierten Produktportfolio zu bedienen, um jedem Kundenwunsch nachgehen zu können.

Vor einem Jahr sprachen Sie davon, dass neue Produktgruppen entwickelt werden – können Sie verraten, um welche Produktgruppen es sich handelt?

Unser Entwicklungsfokus liegt auf vPOWER, unserer 140 kHz Technologie zur berührungslosen Energieübertragung für mobile Transportmittel im Bereich Automotive und Intralogistik.

Die Entwicklungen im Automationsbereich laufen rasend schnell, Übertragungstechniken veralten recht rasch – wie gelingt es, diese Dynamik oder die immer strafferen Produktzyklen mit der Tatsache zu verbinden, dass beispielsweise die Fertigungsstraße eines Automobilherstellers viele Jahre im Einsatz ist? Müssen Ihre Mitarbeiter da Jahre voraus sein oder die Anlagen für noch Undenkbares konzipieren?

Unsere Mitarbeiter sind hochspezialisiert auf ihrem Gebiet und erweitern ihr Wissen laufend. Laufende Wettbewerbsanalysen, die Beobachtung des Marktes und natürlich vor allem die Beziehung zu den Kunden liefern die Grundlage für die Entwicklungen – die natürlich immer auch antizipieren müssen, wie sich die Markterfordernisse entwickeln.

Zusätzlich gilt es aber auch, Rahmenbedingungen außerhalb unseres Einflussbereiches – wie zum Beispiel politische Entscheidungen – „auf dem Schirm“ zu haben. Auch das stellt eine Herausforderung dar.

Apropos Mitarbeiter. Wie hoch ist der Mitarbeiterstand derzeit und wie entwickeln sich die Umsatzzahlen?

Wir beschäftigen derzeit 33 Mitarbeiter in Kufstein und 33 Mitarbeiter in Kamen. Unser Fokus in der Personalauswahl liegt vor allem auf qualifizierten Fachkräften aus dem Bereich der Betriebswirtschaftslehre mit technischer Affinität sowie der Ingenieurwissenschaften wie etwa der Elektrotechnik.

Darüber hinaus bilden wir im Bereich der Bürokommunikation selbst aus und suchen dafür noch geeignete Ausbildungsinteressierte. Zu unseren Umsatzzahlen – die entwickeln sich positiv und stark wachsend.

Welche Kunden zählen zu den Aushängeschildern der Vahle Automation GmbH?

Wir sind stolz darauf, BMW, Porsche, Audi und VW zu unseren „Endkunden“ zählen zu dürfen.

TW: Was sind die nächsten großen Ziele?

Der Ausbau der Absatzmärkte in China und in den USA.

VAHLE DETO eröffnet weltweites Headquarter für Automation in Schwoich bei Kufstein - 2

Achim Dries (GF Vahle), Alfred della Torre (GF Vahle Automation) und Stefan Potocnik (Betriebsleiter Vahle Automation) (v.l.). Foto: VAHLE DETO

 

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