Winter 2017/18: Erfreuliche Bilanz und positiver Ausblick

Die Wintersaison 2017/18 war für Tirols Tourismus ein Erfolg: Nicht nur Nächtigungen und Ankünfte, sondern auch die Wertschöpfung erreichte nach einer ersten Berechnung einen Höchstwert. Die Branche will die gute Nachfrage nutzen, um mehr Selbstbewusstsein bei der Preisbildung zu zeigen.

Mit 6,2 Mio. Ankünften sind im heurigen Winter um fast 300.000 Gäste mehr nach Tirol gekommen als im Jahr zuvor und damit so viele wie noch nie. Bei den Übernachtungen bedeuten 27,6 Mio. im Zeitraum von 1. November 2017 bis 30. April 2018 ebenfalls einen neuen Höchstwert. Eine positive Entwicklung ist auch bei der Wertschöpfung zu beobachten. Mit rund 2,5 Milliarden Euro konnte ein neuer Spitzenwert erreicht werden. „Die Unternehmer zeigten sich mit der diesjährigen Wintersaison äußerst zufrieden. Der frühe Schnee hat der gesamten Region – aber vor allem den kleinen Skigebieten – gut getan. Die Marschrichtung passt und lässt nur wenige Wünsche offen“, fasst Josef Hackl, Spartenobmann Tourismus der WK Tirol, die abgelaufene Saison zusammen.

Die gute Nachfrage aus dem Winter soll sich nun auch im Sommer fortsetzen. „Wir setzen in unserer Kommunikation auf begeisternde, individuelle Herzmomente sowie die Freizeitthemen Bergwandern, Radfahren und Klettern. Damit treffen wir genau die Interessen der wichtigsten Märkte“, erklärt Tirol Werbung-Geschäftsführer Josef Margreiter bei der heutigen Pressekonferenz. Auch das saisonale Tourismusbarometer, eine repräsentative Befragung unter Tirols Unterkunftsbetrieben, bestätigt eine hohe Anziehungskraft des Urlaubslandes Tirol. 83 Prozent der Betriebe sind mit der Buchungslage für die Sommersaison zufrieden bzw. sehr zufrieden. Das ist ein deutlich besseres Ergebnis als im Vorjahr.

Bilanz zeigt: Neuer Mut zum Preis

Diese gute Nachfrage gilt es für eine selbstbewusste Preisgestaltung zu nutzen. „Neuer Mut zum Preis, lautet das Motto. Wir sind in Tirol über alle Kategorien hinweg besonders im Sommer und speziell im Hinblick auf unsere Qualität sowohl bei den Betrieben als auch vom Angebot her viel zu billig. Wir brauchen einen neuen Mut zum Preis – unsere Dienstleistungen sind ausgezeichnet und verdienen daher auch einen entsprechenden Preis, zumal die Kosten laufend zunehmen“, so Hackl. Alleine die Arbeitskosten seien in den vergangenen beiden Jahren um circa sieben Prozent gestiegen, die Mitarbeiter hätten davon allerdings nur sehr wenig gehabt.

Auch wenn im Vergleich zum Vorjahr die Investitionsbereitschaft im Tiroler Tourismus etwas zurückzugehen scheint, bleibt sie dennoch hoch. „Rund 400 Millionen Euro an Investitionen tätigt Tirols Hotellerie und Gastronomie pro Jahr, davon fließen mehr als 70 Prozent in die regionale Wirtschaft“, macht Hackl deutlich.

Großveranstaltungen als Impuls

Laut Tourismusbarometer wollen heuer vier von zehn Betrieben gleich viel investieren wie im Vorjahr, ebenso viele wollen ihre Investitionen reduzieren. 15 Prozent planen, mehr zu investieren. Damit ist der Anteil jener, die weniger investieren wollen, etwas höher als im Vorjahr (31%). Investitionen bzw. Renovierungen bilden daher auch die größten Herausforderungen für die befragten Betriebe.

Mit der Kletter-WM und der Straßenrad-WM finden im heurigen September gleich zwei Weltmeisterschaften in Innsbruck bzw. Tirol statt. Für Landeshauptmann Platter sind diese Großveranstaltungen Impulse für den Ausbau der Infrastruktur. Gerade beim Radangebot sei viel in Bewegung: „80 Kilometer Radwege haben wir bereits saniert, neu gebaut oder sind aktuell in Bau. Weitere 155 Kilometer sind in Planung“, so Platter. Bislang seien rund 12 Millionen Euro in die Radinfrastruktur geflossen.

Bild oben: Josef Hackl (Spartenobmann Tourismus WK Tirol), Josef Margreiter (Tirol Werbung), Esther Wilhelm (Rad-WM), Tirols Landeshauptmann Günther Platter und Michael Schöpf (Kletter-WM) (v.l.) machten u.a. einen Ausblick auf den kommenden Sommer, der mit Kletter-WM und Rad-WM zwei Großereignisse bringt.

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