Barrierefreiheit: Innsbruck schneidet am besten ab

In einer aktuellen Studie des ÖZIV – dem Bundesverband für Menschen mit Behinderung – wurden Einkaufsstraßen in Salzburg, Innsbruck, St. Pölten und Hallein auf barrierefreie Zugänge geprüft – dabei hat die Tiroler Landeshauptstadt die Nase vorn, es bleibt aber noch Luft nach oben.

Laut BGStG (Behindertengleichstellungs-Gesetz) müssen seit dem Jahr 2016, nach einer zehnjährigen Übergangsfrist, alle öffentlich zugänglichen Geschäftslokale barrierefrei sein. Das bedeutet unter anderem stufenlosen Zugang. In der ÖZIV-Studie zeigt sich: nur rund die Hälfte der Geschäfte in den untersuchten Städten erfüllt diese Vorgabe.

Die Ergebnisse in den vier untersuchten Städten sind recht unterschiedlich: am besten schneidet Innsbruck ab, wo 58,0% der Geschäfte stufenlos zugänglich sind. In Salzburg hingegen sind es nur 39,2%, womit die Stadt an der Salzach den letzten Platz bezüglich Barrierefreiheit einnimmt. St. Pölten mit 57,6% stufenlosen Eingängen und Hallein mit 54,8% bewegen sich dazwischen.

Wirtschaftskammer Tirol bietet Unterstützung zur Barrierefreiheit

„Dieses Ergebnis zeigt, dass sich in der Tiroler Landeshauptstadt in Sachen baulicher Barrierefreiheit einiges getan hat. Viele Händlerinnen und Händler haben – wenn möglich – ihre Geschäftslokale bereits entsprechend adaptiert“, freut sich Dr. Alois Schellhorn, Geschäftsführer der Sparte Handel in der Tiroler Wirtschaftskammer über die Spitzenposition Innsbrucks in der Studie, und ergänzt: „Das sicherlich noch vorhandene Verbesserungspotenzial wollen wir bestmöglich ausschöpfen. Deshalb steht die WK Tirol in regelmäßigem Kontakt mit dem ÖZIV und bietet ihren Mitgliedern ein umfangreiches Service- und Beratungsangebot zum Thema Barrierefreiheit an, über das man sich unter wko.at/barrierefreiheit informieren kann.“

Stadtzentren in Konkurrenz mit Einkaufszentren

„Barrierefreien Einkauf ‚für alle‘ auch in den Stadtzentren zu ermöglichen, wäre durchaus auch aus touristischer Sicht sinnvoll bzw. in Konkurrenz zu Einkaufszentren, in denen der stufenlose Zugang bereits zu 100 % gegeben ist“, ortet Nora Resch, Geschäftsführerin des ÖZIV Tirol, durchaus auch wirtschaftliche Vorteile für barrierefrei zugängliche Unternehmen.

» Die aktuelle Studie kann beim ÖZIV Bundesverband angefordert werden: hansjoerg.nagelschmidt@oeziv.org oder per Telefon 01 513 15 35 – 31.

 

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