Tischlerei Peteritsch: Möbel mit persönlicher Note

Vor knapp 50 Jahren stieß der Tischler Karl Peteritsch durch Zufall auf die Räumlichkeiten eines aufgelassenen Mühlenbaubetriebes am Absamer Amtsbach und beschloss sich hier niederzulassen. Bis heute ist die Tischlerei Peteritsch in der Karl Zanger-Straße Nr. 2 angesiedelt und stolz auf ihren geschichtsträchtigen Standort.

1. April 1970 hat mein Vater das Unternehmen offiziell gegründet und aufgrund der vollen Auftragsbücher in den darauffolgenden Jahren viel Zeit und Energie in zahlreiche Erweiterungen des Gebäudes gesteckt”, erzählt Clemens Peteritsch. Der Sohn hat das handwerkliche Geschick geerbt und ebenfalls einen Werdegang als Tischler eingeschlagen. Er besuchte die Fachschule für Tischlerei und Kunsthandwerk in Innsbruck und sammelte Berufserfahrung bei der Tischlerei Angerer in Volders. Kurz nach der Absolvierung seiner Meisterprüfung, übernahm er den elterlichen Betrieb. Die Übergabe war in groben Zügen schon im Vorfeld geplant, aber schlussendlich ist alles sehr kurzfristig über die Bühne gegangen. „Damals war ich noch keine 25 Jahre alt und stand vor der wahrscheinlich größten Herausforderung meines Lebens. Ich kannte zwar die Werkstatt und die Mitarbeiter, trotzdem fiel mir die Chefrolle schwer und es dauerte gute zwei Jahre bis alles rund lief”, erinnert sich Peteritsch zurück. Auch die Kunden gewöhnten sich nur langsam an die nächste Generation und verlangten lange Zeit noch nach Karl, der auch in der Pension stets fleißig Kontakte pflegte und Materialeinkäufe erledigte.

Seit der Gründung des Unternehmens liegt das Hauptaugenmerk auf der Möbeltischlerei, dem kreativen Innenausbau sowie der Herstellung von hochwertigen Türen. Alle Bereiche werden gleichmäßig abgedeckt, wobei sich die Auftragsschwerpunkte von Jahr zu Jahr ändern. Wurden im vergangenen Sommer nahezu ausschließlich Wohn- und Schlafzimmer in Auftrag gegeben, startete im heurigen Frühling eine Küchenwelle.

Peteritsch ist in der Region bekannt

Die gesamte Produktion und Korpusbearbeitung wird eigenständig ausgeführt, es werden keine Fremdteile zugekauft. Im Innentürsektor arbeitet Peteritsch jedoch schon seit über 15 Jahren mit einem ehemaligen Gesellen zusammen, der einen Einmannbetrieb in Hall führt und sich auf hochwertige CNC-Bearbeitungen spezialisiert hat: „Ralf Sillaber habe ich schon als Kind kennengelernt. Eines Tages ist er auf mich zugekommen und hat mir eine Kooperation angeboten. Durch die Arbeit mit modernsten Maschinen, sind wir mit unseren Fertigungen absolut konkurrenzfähig gegenüber der großen Masse an Industrieprodukten. Abnehmer sind oft erstaunt, dass wir meist nicht nur billiger, sondern auch schneller sind als große
Möbelhäuser.”

Klasse statt Masse lautet das Motto: Der Name Peteritsch ist in der Region rund um Absam, Thaur, Mils und Hall bekannt. 90 Prozent der Kunden werden durch Mundpropaganda auf das Familienunternehmen mit seinen insgesamt sieben Mitarbeitern aufmerksam und lassen sich daraufhin individuelle Werkstücke nach Maß anfertigen. Sowohl vollständige Küchenkonzepte als auch einzelne Schuhkästen oder Fensterbänke – kein Auftrag wird abgelehnt: „Hin und wieder bewerben wir uns auch bei Ausschreibungen der öffentlichen Hand. Vergangenes Jahr konnten wir ein Projekt in der Volksschule Mils verwirklichen.”

Qualitätsvolles Holz wird bei jedem Vorhaben auf Kundenwunsch bei Holz Marberger aus Ötztal Bahnhof bezogen. Derzeit ist die Zirbe topmodern, doch die verwendeten Materialien sind mittlerweile weitaus vielfältiger geworden, auch Glas- und Metallteile gehören zum tagtäglichen Werkstoff des Tischlers. „Man muss immer am Ball bleiben und aktuelle Architektur und einschlägige Fachzeitschriften beobachten. Das ist nur einer von vielen Gründen, warum das Tischlerhandwerk ein sehr abwechslungsreicher Beruf ist. Ich hoffe, dass junge Menschen dies wieder öfter erkennen und mehr wertschätzen, damit uns künftig weder die Kunden noch die Fachkräfte ausbleiben.” Über 40 Lehrlinge wurden bei Peteritsch bereits ausgebildet. Clemens legt großen Wert darauf, diese Tradition fortzusetzen und das Unternehmen für die nächste Generation in eine sichere Zukunft zu führen. Denn Sohn Andreas hat kürzlich seine Tischlerlehre begonnen und steht schon in den Startlöchern.

Bild oben: Das gesamte Team steht mit voller Motivation hinter der Familie Peteritsch: Michaela, Andreas und Clemens Peteritsch (m.).

»Weitere Informationen: Tischlerei Peteritsch

Tatkräftige Mitarbeiter und modernste Maschinen erschaffen tolle Ergebnisse aus dem Werkstoff Holz.

Tatkräftige Mitarbeiter und modernste Maschinen erschaffen tolle Ergebnisse aus dem Werkstoff Holz.

 

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