Hypo Tirol erzielte 2017 einen Gewinn von 22 Mio. Euro

Die landeseigene Hypo Tirol Bank hat im Geschäftsjahr 2017 ein operatives Ergebnis von 22 Mio. Euro erzielt. Im Jahr zuvor war der Gewinn noch bei 38,3 Mio. Euro gelegen.

Die beiden Ergebnisse könne man allerdings nicht miteinander vergleichen, da das Ergebnis 2016 noch nicht um die Sondereffekte Heta bereinigt gewesen sei, sagte Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Hörtnagl der APA am Dienstag.

Das Ergebnis nach Steuern lag bei 19 Mio. Euro (2016: 26,5 Mio. Euro). Die Bilanzsummer der Bank betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 7,1 Mrd. Euro (2016: 7,6 Mrd. Euro), erklärte Aufsichtsratschef Wilfried Stauder bei der Bilanzpressekonferenz in Innsbruck. Damit habe sich die Bilanzsumme auf das avisierte Niveau der Neuausrichtung eingependelt, so Stauder, der sich mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden zeigte.

Der Aufsichtsratsvorsitzende kündigte zudem eine Dividende in Höhe von 5 Mio. Euro an das Land an. Für das Jahr 2018 rechnete Stauder mit einem operativen Ergebnis zwischen 25 und 30 Mio. Euro. “Wir wollen ganz solide weiter leicht wachsen”, gab er die Marschrichtung vor.

Regionalität ist in

Die Kernkapitalquote liege aktuell bei 14,5 Prozent – seit dem Jahr 2012 habe man sich dahingehend um fünf Prozent verbessert. “Die Hypo Tirol hat sich stabilisiert. Und Regionalität ist wieder in und in Mode”, meinte Stauder. Durch solide Arbeit sei es gelungen, wieder am Kapitalmarkt Fuß zu fassen.

Man könne sich dort wieder “ohne Landeshaftung” gut refinanzieren, so der Aufsichtsratsvorsitzende, der hinzufügte: “Die Landeshaftung ist überstanden. Das ist de facto von ursprünglich über 11 Mrd. Euro wieder auf Null gestellt”. Die EU-Kommission hatte 2012 einen Kapitalzuschuss durch das Land Tirol unter Auflagen genehmigt, nachdem die Bank einen hohen Wertberichtigungsbedarf bei ihrer Italien-Tochter angemeldet hatte.

Auch das Italien-Portfolio sei weiter reduziert worden – und zwar von ursprünglich rund 1,3 Mrd. Euro auf mittlerweile 420 Mio. Euro, erklärte Vorstand Alexander Weiß. “Das Italien-Thema ist mehr als bewältigt. Das ist durch”, zeigte sich Weiß überzeugt.

Die Liquiditätssicherung ist optimal gelungen

Mit der erfolgreichen Platzierung eines 250 Mio. Euro schweren Hypothekar-Pfandbriefes am internationalen Kapitalmarkt sei zudem ein Meilenstein in der Liquiditätssicherung der Hypo Tirol Bank gelungen, so die Verantwortlichen. Dass die Nachfrage mit 460 Mio. Euro fast doppelt so hoch gewesen sei wie das Emissionsvolumen, spreche für das nachhaltige Vertrauen der Marktteilnehmer.

Der Mitarbeiterstand – derzeit sind über 500 Beschäftigte in der Hypo tätig – werde gleich bleiben, sagte Vorstand Johannes Haid. Auch das Filialnetz bleibe “im Prinzip” in dieser Form erhalten.

Ein Verkauf der Bank sei jedenfalls “nicht notwendig”, betonte indes Stauder. “Wir haben die Bank ja nicht aufgemöbelt, damit wir sie dann verscherbeln”, verwies der Aufsichtsratschef auf den Konsolidierungskurs der vergangenen Jahre. (APA)

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