HolzVerbindet 2018: Zukunft des Bauens

Bereits zum vierten Mal gingen in der Abbundhalle der Firma Theurl Holzindustrie die „HolzVerbindet“-Informationstage zum Thema „Chancen und Entwicklungen im Holzbau“ über die Bühne.

Während der erste Veranstaltungstag dem zahlreich erschienen Fachpublikum vor allem die Innovationen im Bauen mit Glas und Holz näherbrachte, öffnete sich HolzVerbindet am zweiten Tag mit zwei Referaten und der Möglichkeit zur Besichtigung sowohl des Sägewerks als auch des Brettschichtholzwerkes der Fa. Theurl einem breiteren Interessentenkreis.

„Intelligente Häuser kann man auch auf ,Lowtech-Basis‘ bauen“, ist das Credo von Wolfgang Streicher, Leiter des Stiftungslehrstuhls für Energieeffizientes Bauen an der Uni Innsbruck. „Oftmals wird der Gebäudenutzer durch eine hoch vernetzte Gebäudetechnik überfordert. Außerdem wird kaum beachtet, dass die Lebensdauer von Sensorik, Aktuarik und Elektronik um vieles kürzer ist als die des Gebäudes“, weiß der Professor. „Passiv-Häuser mit hohem Wohnkomfort sind mit einer schlanken Haustechnik ohne weiteres realisierbar. Von der Stange gibt es sie aber nicht – ihr Geheimnis liegt in einer individuellen, sorgfältigen Planung.“

Dem Bauen und Wohnen der Zukunft ist Trendforscherin und Fachbuchautorin Oona Horx-Strathern auf der Spur. Sie weiß, wovon sie spricht, hat sie doch selbst in der Nähe von Wien eine „Future Evolution Home“ für ihre Familie gebaut, das sie launisch als „Mischung zwischen Cottage und Weltraumstation“ bezeichnet. „Bis 2050 werden 75 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben; außerdem wird sich der Trend zu Single-Haushalten fortsetzen. Der Holzbau kommt den damit verbundenen Herausforderungen – modulares Bauen, Verwendung vorgefertigter Bauteile und, Mikro-Wohnungen‘ mit großzügigen Gemeinschaftsräumen – besonders entgegen“, ist Horx-Strathern überzeugt und ortet auch einen „Analog-Trend“ als Gegenpol zur Digitalisierung: „Wir wünschen uns ja Beziehungen zu Menschen und nicht zu Geräten.“

»Weitere Informationen: Informationstage HolzVerbindet

Bild oben: Zukunftsforscherin Oona Horx-Strathern präsentiert den 190 Zuhörern im Werk der Theurl Holzindustrie ihre Thesen zum Bauen und Wohnen der Zukunft. 

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