70 Jahre Marshallplan: Jubiläumsausstellung

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Networking Plus” eröffnete Bezirksobmann Karl Ischia gemeinsam mit Kulturattaché Nathanael M. Lynn feierlich die anlässlich des 70. Geburtstags des Marshallplans ins Leben gerufene Wanderausstellung.

Die aus zwölf Paneelen bestehende, von der US-Botschaft zur Verfügung gestellte Ausstellung, die in den kommenden Wochen im Foyer der Tiroler Wirtschaftskammer zu sehen ist, erläutert die Entstehung des Marshallplans und seine langfristigen Auswirkungen auf Österreichs wirtschaftliche Erholung. Der Bezirksstelle Innsbruck Stadt ist es gelungen, für die Eröffnung einen Experten zu gewinnen. Hans Petschar, Direktor des Bildarchivs und der Grafiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, beleuchtete in seinem Vortrag die Auswirkungen des Marshallplans, dokumentiert durch zahlreiche Bilder aus der damaligen Zeit.

Die ersten Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs waren für Europa bitter, denn der Kontinent lag in Trümmern und die Wirtschaft lahmte. Mit Hilfe des 1948 gestarteten European Recovery Program, kurz Marshallplan genannt, lieferten die Vereinigten Staaten Wirtschaftshilfe in Milliardenhöhe. Österreich war einer der größten Nutznießer, aber auch in Tirol gab es unzählige Beispiele. Man kann davon ausgehen, dass sämtliche Hotels sowie Straßen, Skilifte und landwirtschaftliche Initiativen zwischen 1948 und 1953 mithilfe des Marshallplans saniert, renoviert und wieder aufgebaut wurden.

Marshallplan wirkt bis heute nach

Der Marshallplan war ein fundamentales Projekt, das sich in den ersten Jahren auf die Grundversorgung der Bevölkerung konzentrierte. Bis 1953 bekam Österreich von den USA Warenlieferungen wie Mehl und Saatgut im Wert von damals rund 962 Millionen Dollar. Im Gegensatz zu anderen Ländern, die vom Marshallplan profitierten, erhielt Österreich die Hilfestellung als Geschenk und musste keine Rückzahlungen leisten. Dadurch konnte aus Mitteln des Marshallplans 1962 der erp-Fonds geschaffen werden, der später in die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) eingegliedert wurde. Der erp-Fonds unterstützt die Investitionstätigkeiten österreichischer Unternehmen und fördert so beispielsweise Investitionen in Innovation, Technik, Modernisierung und Erweiterungsmaßnahmen sowie Aufbau von Dienstleistungen und Geschäftsfeldern. Die jährliche Dotation des Fonds beträgt zwischen 500 Mio. und 600 Mio. Euro. Dadurch wirkt der „Marshallplan“ bis heute nach.

Bild oben: Hans Petschar (Direktor des Bildarchivs und der Grafiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek), Bezirksobmann-Stv. Barbara Traweger-Ravanelli, Bezirksobmann Innsbruck Stadt Karl Ischia, Kulturattaché Nathanael M. Lynn (US-Botschaft Wien) und Karin Schmid-Gerlich (US-Botschaft Wien) (v.l.).

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