Lösungsprogramm der WK Tirol: „Lösungen für die Zeit danach!“

„Die Auftragsbücher sind voll, die allgemeine wirtschaftliche Stimmung im Land ist sehr gut, das konnte man auch bei allen neun Neujahrsempfängen spüren“, skizziert WK-Präsident Jürgen Bodenseer die derzeitige Situation in den Unternehmen.

Dennoch ist die Erwartungshaltung an die neue Bundesregierung groß. „Das Koalitionspapier liest sich wie ein Wunschkonzert der Wirtschaftskammer und der Unternehmen. Aber nun wartet man auf die konkrete Umsetzung“, sagt Bodenseer in Richtung Bundesregierung in Wien.

Für die Zeit nach der Tiroler Landtagswahl hat die Wirtschaftskammer das „Lösungsprogramm“ ausgearbeitet und bereits an die Spitzenkandidaten der wahlwerbenden Gruppen überreicht. „In unserem Lösungsprogramm gibt es mehrere Prioritäten: einfachere Verfahren, Fachkräfteoffensive oder besser gesagt Arbeitskräfteoffensive, Steuern senken, Digitalisierung, damit Ausschreibungsverfahren fairer und besser genutzt werden, leistbares Arbeiten und Wohnen“, fasst Präsident Bodenseer die wichtigsten Lösungsvorschläge zusammen.

Im Bereich Bürokratie will Bodenseer mit der Tiroler Wirtschaftskammer mit gutem Beispiel vorangehen: „Entbürokratisierung wird im eigenen Haus stattfinden und wir wollen noch näher an die Mitglieder kommen und unsere Produkte breiter und besser verkaufen.“

Sobald die nächste Landesregierung steht, steht auch die Tiroler Wirtschaftskammer als Gesprächspartner bereit. „Wir wollen direkt danach mit den Spartengesprächen starten und gemeinsam mit dem Land zusammenarbeiten. LH Günther Platter hat immer große Bereitschaft gezeigt, auf den Bereich Wirtschaft einzugehen und sich dessen anzunehmen“, hält der WK-Präsident fest.

Vier Prioritäten im Lösungsprogramm

  • einfachere Verfahren:
    „Schwierige Verfahren sind das größte Investitionshemmnis für die Unternehmen“, zitiert WK-Direktorin Evelyn Geiger-Anker aus dem „Lösungsprogramm“. „Es wurde in diesem Bereich schon viel getan, dennoch gibt es noch genügend Luft nach oben, zum Beispiel bei Digitalisierung von Verfahren. Durch die vollständige Prüfung von Einreichunterlagen am Beginn könnten Verfahren verkürzt werden. Und wir wünschen uns zum Beispiel auch eine unabhängige Beschwerdestelle, falls bei Verfahren Schwierigkeiten auftauchen.“
  •  Fachkräfte:
    Weiterbildung braucht nicht nur der Arbeitnehmer, sondern auch der Unternehmer muss auf der Höhe der Zeit bleiben. „Deshalb ist es aus unserer Sicht nicht einzusehen, warum Unternehmer von der update-Förderung des Landes ausgeschlossen sind“, hält Geiger-Anker fest. Weiter am Ball bleibt die Wirtschaftskammer auch bei der Berufsorientierung. „Wir brauchen ein verpflichtendes Fach für Berufsorientierung an unseren Schulen. Und – ganz wichtig – wir müssen uns noch mehr um die Schulabbrecher kümmern. Damit die drop-out Quote nach unten geht und wir den jungen Menschen möglichst schnell eine Perspektive geben und sie in den Arbeitsmarkt integrieren können.“
  • Leistbares Arbeiten:
    Die Wirtschaftskammer spricht sich für Reindustrialisierung in der Inntalfurche aus. „Wir brauchen Raum für Gewerbe und Industrie, etwa in gemeindeübergreifenden Gewerbegebieten.“ Die Inntalfurche ist laut Direktorin Geiger-Anker prädestiniert dafür. „Begleitend sollen bestehende Gewerbe- und Industriegebiete vom Anwendungsbereich des Tiroler Naturschutzgesetzes ausgenommen werden, wie dies bereits für Maßnahmen der üblichen land- und forstwirtschaftlichen Nutzung der Fall ist.
  • Digitalisierung:
    Tirol ist bei der Digitalisierung Vorreiter in Österreich. Nach wie vor gibt es beim Thema Breitband aber noch einiges zu tun. „Unser Lösungsvorschlag hier ist die Digitalisierung der Verwaltung. Weil wir damit Verfahren einfacher, schneller und auch günstiger machen könnten“, sagt die Kammerdirektorin. „Und es braucht auch Initiativen in den Schulen, zum Beispiel eine „Digital Summerschool“, um am Ende des Tages auch hier wieder entsprechende, gut ausgebildete Fachkräfte zu haben.“

» Weitere Informationen: Das Lösungsprogramm. Von der Wirtschaft – Für das Land

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