Was Öffis für uns leisten

Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe beteiligen sich bei einer österreichweiten Imagekampagne für den öffentlichen Nahverkehr. Man will unter anderem Bewusstsein dafür schaffen, dass ohne Zug und Bus Klimaschutz nicht gelingen kann.

„Mit der Kampagne ‘Steig ein, WIR fahren!’ greifen wir manche Vorurteile in den Öffis mit einem Augenzwinkern auf und hinterfragen gleichzeitig die vermeintlichen Vorteile der E-Autos. Wir wollen nicht belehren, aber durchaus aufmerksam machen und unsere Fahrgäste in ihrer Entscheidung bestärken“, erklärt der Obmann des Fachverbandes Schienenbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich, Thomas Scheiber. Auch die IVB beteiligen sich bei der gemeinsamen Aktion der Verkehrsbetriebe Graz, Linz, Salzburg, Klagenfurt und Wien. Ziel der Kampagne ist es, auf die Vorzüge der öffentlichen Verkehrsmittel in den Städten gegenüber dem Individualverkehr aufmerksam zu machen, nämlich Umweltfreundlichkeit, Pünktlichkeit, Effizienz, Entspannung und Sicherheit.

Österreicher als Öffi-Europameister

Vor allem im Umweltschutzbereich sind öffentliche Verkehrsmittel relevant. Zum ersten wegen der E-Mobilität. Österreichs Verkehrsbetriebe setzen seit über 100 Jahren darauf und bauen ihre elektrisch betriebenen Liniennetze weiter aus. Zurzeit umfasst dieses 530 Kilometer und wird österreichweit in Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg und Wien von insgesamt fünf U-Bahn-Linien, 123 Straßenbahn-Linien und 196 Bus-Linien befahren. Zum zweiten durch den Zuspruch vonseiten der Österreicher. In keinem anderen Land der EU wird mehr Bahn gefahren. Pro Person werden 2.250 Bahnkilometer zurückgelegt, pro Stunde fahren 200.000 Menschen mit den Öffis. Auch hat sich die Anzahl der Fahrgäste von 2005 bis 2015 um rund ein Viertel auf 1,27 Milliarden gesteigert.

Öffentlicher Verkehr als städtisches Zukunftsthema

In Zukunft wird das Thema vor allem für Städte ein heißes Thema bleiben. 2050 werden rund eine Million Menschen mehr in Österreichs Ballungszentren leben, der zusätzliche Mobilitätsbedarf kann nur durch Öffis befriedigt werden. Dazu sind stetige Investitionen, eine gesicherte Finanzierung des Ausbaus von öffentlichen Verkehrsmitteln im stadtregionalen Raum, die Förderung von emissionsfreien Antrieben und eine Verkehrsstrategie mit Priorisierung des öffentlichen Personenverkehrs notwendig „In den kommenden Monaten stehen zentrale politische Weichenstellungen für den österreichischen Schienenverkehr an: den Regional- und Fernverkehr, jede einzelne Straßenbahn und U-Bahn in unseren Städten sowie den Güterverkehr auf der Schiene. Die Stärkung des öffentlichen Verkehrs und damit eine nachhaltige Verkehrswende, erfordern vorausschauende Entscheidungen und entschlossenes Handeln. Umso mehr freuen wir uns über das klare Bekenntnis der verantwortlichen Politik zum öffentlichen Verkehr im neuen Regierungsprogramm“, so der Fachverbandsobmann abschließend.

Im Bild v.l.n.r.: Günter Steinbauer (Wiener Linien), Reinhold Luschin (Stadtwerke Klagenfurt), Gerhard Amtmann (Graz Linien), Thomas Scheiber (WKÖ-Fachverband Schienenbahnen), Albert Waldhör  (Linz Linien) und Leonhard Schitter (Salzburg AG)

Diesen Post teilen
X

Ihre Anmeldung für aktuelle Tiroler Wirtschaftsnews – Fast geschafft!

Bitte überprüfen Sie Ihren E-Mail-Eingang. Sie erhalten in Kürze unter der angegebenen E-Mail-Adresse eine Nachricht mit einem Bestätigungslink.
Ein Klick auf den Bestätigungslink schließt die Anmeldung ab.

Sehen Sie gegebenenfalls unter „Werbung“ oder „Spamverdacht“ nach, sollten Sie die E-Mail nicht in Ihrem normalen Posteingang finden.

Jetzt Newsletter abonnieren und regelmäßig personalisierte Tiroler Wirtschaftsnews erhalten!
(Ihre Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben)

Bitte warten, Sie werden angemeldet!
Bitte füllen Sie alle Felder aus!