Österreichs Wirtschaft soll heuer um 2,9 Prozent wachsen

Österreichs Wirtschaft wird nach einer Prognose der EU-Kommission heuer weiter wachsen. Für 2018 erwartet die Brüsseler Behörde einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,9 Prozent in Österreich, für 2019 dann 2,3 Prozent.

Auch die gesamte Eurozone liegt in ihren Wirtschaftsaussichten über den Prognosen der EU-Kommission vom November. Doch fällt der Unterschied nicht so stark wie im Falle Österreichs aus: In ihrer aktuellen Winterprognose geht die EU-Kommission für die Eurozone heuer von einem Plus von 2,3 Prozent und 2019 von 2,0 Prozent aus. Im Herbst hatte sie 2,1 Prozent bzw. 1,9 Prozent für den Euroraum vorhergesagt. Auch das Wachstum für 2017 wurde für die Eurozone “nur” von 2,2 Prozent auf 2,4 Prozent nach oben korrigiert.

Deutliche Zunahme der Importe nach Österreich

“Österreich hat klar vom verstärkten Welthandel und zusätzlicher Nachfrage aus den Nachbarländern profitiert”, schreibt die EU-Kommission in ihrer Winterprognose. Nach einem moderaten Wachstum der österreichischen Ausfuhren von 1,9 Prozent im Jahr 2016, hätten sich die Exporte 2017 ersten Schätzungen zufolge um mehr als 5 Prozent erhöht. Auch die Importe nach Österreich hätten deutlich zugelegt. “Das Wachstum war vor allem durch Inlandsnachfrage angetrieben, mit starken Investitionen, vor allem in den Bereichen Maschinenbau, Infrastruktur und Bauwesen.” Der private Konsum sei auch stark gewesen, nicht zuletzt wegen der Steuerreform von 2016.

2018 und 2019 werden nach Einschätzung der EU-Kommission die Investitionen weiter das Wachstum befeuern, aber in etwas geringerem Ausmaß als 2017. Der private Konsum dürfte wegen guter Arbeitsmarktbedingungen und erwarteter niedriger Arbeitslosenraten stabil bleiben. Die Exporte hingegen würden vor dem Hintergrund solider Aussichten für den Welthandel weiter robust wachsen, aber die Wachstumsrate werde erwartungsgemäß in den beiden Jahren 2018 und 2019 etwas moderater als im Vorjahr ausfallen.

Teuerungsrate von 1,5 Prozent

Die Inflationsrate (HICP) in Österreich ist 2017 nach Schätzung der EU-Kommission auf 2,2 Prozent angestiegen – 2016 hatte die Teuerung nur 1,0 Prozent betragen. Die jüngste Entwicklung führt die EU-Kommission nicht nur auf den Anstieg des Ölpreises, sondern auch auf die Teuerung bei Industriegütern, Restaurants, Hotels, Flugtickets und Mieten zurück. Die Inflationsrate wird sich in Österreich nach der aktuellen Winterprognose heuer bei 2,1 Prozent und 2019 bei 1,9 Prozent einpendeln. Für die gesamte Eurozone erwartet die EU-Kommission heuer eine gegenüber 2017 unveränderte Teuerungsrate von 1,5 Prozent und einen leichten Anstieg auf 1,6 Prozent im nächsten Jahr. (APA)

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