E-Recruiting: Stellenanzeige war gestern, Social Media ist heute

Wie lassen sich die besten Mitarbeiter am Markt finden? Mit professionellem Recruiting über die sozialen Medien. Eine Anleitung in fünf Schritten – für Betriebe jeder Größenordnung.

In Zeiten des Fachkräftemangels kommt dem Recruiting, also der Personalbeschaffung, eine zentrale Rolle in jedem Betrieb zu. Modernes Recruiting läuft längst nicht mehr alleine über klassische Stellenanzeigen in Zeitungen, sondern über elektronische Medien. Social Media Recruiting, kurz E-Recruiting, ist das wichtigste Instrument und die schärfste Waffe im War for Talents – im Wettstreit, am Markt die besten Arbeitskräfte zu finden. Und ganz nebenbei lässt sich eine Erfolgsgeschichte über Ihr Unternehmen erzählen.

Schritt 1: Strategie entwickeln: Wo bin ich daheim? Wo will ich hin?

Der Recruiter ist Verkäufer und Einkäufer in einer Person: Er verkauft das Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber und kauft im Gegenzug Kompetenz zu den bestmöglichen Bedingungen ein. Wesentlicher Teil der Strategie ist es, die Personalsuche nach Zielgruppen zu differenzieren. Dafür bietet sich beispielsweis das Modell der Sinus-Milieus als Orientierungshilfe an (www-integral.co.at).

Schritt 2: Plattform auswählen – Wo finde ich meine Zielgruppe?

Über die sozialen Medien lässt sich die Treffsicherheit bei der Personalsuche drastisch verbessern: So ist beispielsweise für Lehrlinge und Schulabgänger die Plattform Berufsreise.at top, für Fachkräfte aller Art Facebook und für Führungskräfte die beiden Plattformen Xing und Linkedin. Anders gesprochen: Kommunizieren Sie dort, wo Ihnen auch zugehört wird.

Schritt 3: Verantwortungen und Rollen festlegen – Wer macht was und wie?

Denken Sie neu. Über soziale Medien und Netzwerke lässt sich etwa das Instrument der Mitarbeiterempfehlung professionell nutzen. Überlegen Sie sich attraktive Prämien für den Erfolgsfall, machen Sie Mitarbeiter zu Paten neu eintretender Bewerber und sorgen Sie dafür, dass Ihr Unternehmen ins Gespräch kommt – und zwar so, wie Sie es wollen. In vielen mittelständischen Unternehmen bietet es sich an, die Position des Lehrlingsausbilders zur zentralen Drehscheibe im E-Recuiting zu machen.

Schritt 4: Zielgruppenanalyse – Warum soll ich die Sprache meiner Zielgruppe lernen?

Wenn Sie wissen, wer genau Ihre Zielgruppe ist, ist es gut. Wenn Sie die Sprache Ihrer Zielgruppe kennen, ist das umso besser. Schauen Sie sich an, wie auf den Plattformen, auf denen Sie Ihre Bewerber suchen, kommuniziert wird. Nutzen Sie auch externe Expertise: Das Bildungsconsulting der Tiroler Wirtschaftskammer bietet volle Unterstützung beim Auswahlprozess und hat geeignete Werkzeuge entwickelt, um die persönlichkeitsbedingten Eigenschaften von Bewerbern zu testen.

Schritt 5: Dialog – Wie bleibe ich dauerhaft im Gespräch?

Zum professionellen E-Recuiting gehört nicht nur die glasklare Beschreibung des Stellenprofils, sondern auch die völlige Transparenz über den Einstellungsprozess. Der Dialog hört auch nicht damit auf, dass Sie sich für einen Bewerber entscheiden. Zum einen gehören freundliche Absagen zum guten Ton. Zum anderen ist auch der erste Arbeitstag des neuen Mitarbeiters ein Posting auf Ihren Social-Media-Kanälen wert.

E-Recuiting kennt keinen Anfang und kein Ende, es ist ein dauerhafter Prozess. Und genau daraus entsteht der langfristige Erfolg.

»Interview zum Thema: Personalexperte Jörg Knoblauch: Warum sich nicht nur große Unternehmen professionell mit dem Personalwesen befassen sollen.

 

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