Imst startet ins neue Jahr

Die WK-Bezirksstelle Imst lud zum traditionellen Neujahrsempfang und eine große Zahl an Gästen folgte der Einladung. Im Mittelpunkt standen neu definierte Ziele für den Bezirk aber auch der Austausch untereinander.

Um ein gesundes Wirtschaftswachstum zu gewährleisten, müssen ausreichend Betriebsflächen für eventuelle Erweiterungen und Neuansiedelungen zur Verfügung stehen. Bebaubare Flächen sind in Tirol jedoch generell knapp, was sich zweifellos auch bei den Betriebsflächen im Bezirk Imst widerspiegelt. Es liegt nun in den Händen der Politik, künftig die richtigen Schritte zu setzen. Bestehende Betriebe beim Ausbau zu unterstützen oder Hochwasserschutz zu gewährleisten, damit sich bereits gewidmete Grundstücke nicht in roten Zonen befinden, sind dabei zwei der wichtigsten Themen. Das Land Tirol weist flächendeckend landwirtschaftliche Vorsorgeflächen aus, die dem Erhalt einer nachhaltigen landwirtschaftlichen Versorgung dienen sollen. Die heimische Wirtschaft erkennt dieses Ziel natürlich an, fordert aber im gleichen Maße die Sicherung ausreichender Gewerbeflächen für die Ansiedelung neuer bzw. Erweiterung bestehender Unternehmen. „Die Sicherung einer weiteren gewerblichen Entwicklung muss ebenfalls im Interesse des Landes sein. Aus diesem Grund fordern wir, dass die neue Landesregierung in gleicher Weise ein Programm zur Ausweisung gewerblicher Vorsorgeflächen ausarbeitet“, fordert Bezirksobmann Josef Huber und führt weiter aus: „Viele lokale Betriebe wollen im Bezirk bleiben und in den Standort investieren. Diese sollte man fördern und ihnen das Ausbauen in unmittelbarer Betriebsnähe nicht erschweren.“

Arbeitszeitflexibilisierung

Um den Wirtschaftsstandort Tirol attraktiv zu halten, braucht es außerdem weitere Verbesserungen rund um das Thema Arbeitszeit. Die Arbeitszeitflexibilisierung ist nämlich nicht nur für die österreichische Sozialpolitik von großer Bedeutung, sondern betrifft auch die kleinen- und mittleren Unternehmen (KMU) des Bezirks Imst. „Es geht uns nicht darum, Überstundenzuschläge zu vermeiden oder die Gesamtarbeitszeit zu erhöhen. Die Arbeitszeit soll jedoch besser verteilt werden können und daher ist der Gesetzgeber gefordert, wirtschaftsfreundlichere Rahmenbedingungen zu schaffen“, unterstreicht Bezirksobmann Josef Huber. Flexible Arbeitszeiten sind nicht nur unerlässlich, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, sie sichern auch die Beschäftigung im Bezirk. In Imst wird der Tourismusbetrieb von relativ langen Zwischensaisonen unterbrochen. Das Baugewerbe darf vor Ostern nicht starten und muss aber spätestens mit Wintereinbruch seine Aufträge erledigt haben. Diesen Zeitphasen unterliegen mittlerweile alle daran beteiligten Branchen und deren Betriebsangehörige, d.h. man kann sich nicht aussuchen, bis wann die Aufträge abzuarbeiten sind. „Hätten die Betriebe die Möglichkeit über größere Zeitkonten zu verfügen, dann wäre die Tiroler Wirtschaft in der Lage, mehr Menschen eine fixe Anstellung zu bieten. Zudem ermöglichen längere Arbeitstage den Mitarbeitern auch das Konsumieren von mehr freien Tagen und letztlich auch von längeren Zeiträumen zur Erholung“, so Huber.

Wirtschaftliche Lage in Imst

„Die Wirtschaftsdynamik im Bezirk Imst hält weiter“, zeigt sich Bezirksobmann Josef Huber mit dem Investitionsvolumen des abgelaufenen Jahres und den anstehenden Projekten für 2018 zufrieden. Mit dem Baubeginn der Firma Handl Tyrol in Haiming, der Neugestaltung der Imster Innenstadt rund um den Sparkassenplatz, der Fertigstellung der Gewerbehalle der Firma Supersnow GmbH in Roppen sowie dem Millionenprojekt der Firma Interspar im östlichen Einzugsbereich der Stadt Imst konnten kräftige Konjunkturimpulse gesetzt werden. Derzeitige Großinvestitionen von Pfeifer Holz und Hagleitner in den Standort Imst lassen 2018 nicht minder kräftig beginnen. Der Wohnbau, aber auch die Bautätigkeit in der Hotel- und Tourismusbranche boomen. Das neue Rettenbach Restaurant und die James-Bond-Erlebniswelt werden den Bezirk künftig mit zusätzlichen Attraktionen bereichern. Außerdem erhalten die Gemeinden im Pitztal durch das Regionalwirtschaftliche Programm eine gute Möglichkeit, um wichtige Impulse für eine nachhaltige Entwicklung im Tal zu setzen.

 

Die musikalische Umrahmung des Neujahrsempfangs gestalteten die Wiltener Sängerknaben:

Love potion No.9 von Jerry Leiber / Mike Stoller

At The Hop von A. Singer / J. Medora & D. White

Tritsch Tratsch Polka von Johann Strauss

 

Impressionen des Neujahrsempfangs:

Presseaussendung zum Downloaden!

Weitere Infos zur Bezirksstelle Imst

Diesen Post teilen
X

Ihre Anmeldung für aktuelle Tiroler Wirtschaftsnews – Fast geschafft!

Bitte überprüfen Sie Ihren E-Mail-Eingang. Sie erhalten in Kürze unter der angegebenen E-Mail-Adresse eine Nachricht mit einem Bestätigungslink.
Ein Klick auf den Bestätigungslink schließt die Anmeldung ab.

Sehen Sie gegebenenfalls unter „Werbung“ oder „Spamverdacht“ nach, sollten Sie die E-Mail nicht in Ihrem normalen Posteingang finden.

Jetzt Newsletter abonnieren und regelmäßig personalisierte Tiroler Wirtschaftsnews erhalten!
(Ihre Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben)

Bitte warten, Sie werden angemeldet!
Bitte füllen Sie alle Felder aus!