Das Lösungsprogramm. Von der Wirtschaft – Für das Land

Die Tiroler WK hat ihren Beitrag für die Landesentwicklung an die Politik übergeben. Mit Vorschlägen für die kommende Legislaturperiode – konkret, praxisorientiert und direkt umsetzbar.

  • Behörden- und Genehmigungsverfahren – Weniger, einfacher, effizienter
    Je mehr Bürokratie, desto eher unterbleiben Investitionen. Das bremst das Wachstum und kostet Arbeitsplätze. Es braucht dringend Entbürokratisierungen bei Behörden- und Genehmigungsverfahren. Dazu gehören das Ausschöpfen von Ermessensspielräumen und vor allem: Auflagen mit Augenmaß. Die Top-3-Forderungen der Wirtschaft sind: digitale Verfahrenseinreichungen; kürzere Verfahrensdauern; weniger Gutachten im Wohnungsbau.
  • Landesverfassung – Klares Bekenntnis zum Wirtschafts-, Arbeits- und Forschungsstandort Tirol
    Ökologie und Ökonomie begegnen sich derzeit nicht auf Augenhöhe. Die Wirtschaft braucht eine Verankerung in der Landesverfassung. Das führt zu einer fairen Abwägung von wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Interessen und gibt zukunftsweisenden Projekten eine Chance.
  • Naturschutz – Im Einklang mit der Wirtschaft
    Tirol braucht beides: intakte Natur und florierende Betriebe. Naturschutz darf keine Käseglocken-Politik zulasten der Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeitender Menschen sein. Es geht nicht um ein Entweder-Oder, sondern um ein partnerschaftliches Und.
  • Raum- und Bauordnung – Für leistbares Wohnen und Wirtschaften
    Eine weitsichtige und nachhaltige Raumordnung trägt entscheidend zur Attraktivität des Wirtschafts- und Lebensraums Tirol bei. Nur 12 Prozent der Landesfläche sind besiedelbar. Die WK hat Vorschläge für einen fairen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Bedürfnissen – vom leistbaren Wohnen über Flächen für die Gewerbe- und Industrieentwicklung bis hin zu Sonderwidmungen für die Landwirtschaft.
  • Wirtschaft und Arbeitsmarkt – Investitionen und berufliche Ausbildung unterstützen
    Investitionen sind die Arbeitsplätze von morgen. Eine moderne berufliche Aus- und Weiterbildung schafft die nötige Qualifikation dafür. Speziell Kleinst- und Kleinunternehmen brauchen Investitionsförderungen seitens der Landespolitik. Und zur Reduktion der strukturellen Arbeitslosigkeit sind gezielte Bildungsmaßnahmen unerlässlich.
  • Fachkräfte, Lehre und Berufsorientierung – Arbeit und Einkommen für unsere Jugend sichern
    Fachkräfte- und Lehrlingsmangel bremst wirtschaftlichen Aufschwung. Die wichtigsten Maßnahmen sind: Die Einführung eines verpflichtenden Schulfaches „Berufsorientierung und Wirtschaftspraxis“ in der dritten und vierten Klasse Sekundarstufe 1; der Ausbau der Fachkräfteförderung; und eine zweite Chance für Drop-outs aus dem Ausbildungssystem.
  • Energie – Anreize statt Verbote
    Die Tiroler Wirtschaft bekennt sich zur angepeilten Energieautonomie Tirols bis zum Jahr 2050. Das bedeutet aber auch ein klares Bekenntnis zum Ausbau der Wasserkraft; die offensive Nutzung der Photovoltaik und der Wärmepumpentechnologie; die Realisierung einer öffentlich zugänglichen Infrastruktur für E-Lade- und Wasserstofftankstellen.
  • Integration – Nach den Prinzipien „fordern und fördern“
    Die Herausforderung lautet: Flüchtlinge rasch in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das lässt sich mit drei Maßnahmen erreichen: Erstens mit einem Förderprogramm für Unternehmensgründungen – mit den Schwerpunkten Sprachkenntnisse und Mentoring für geeignete Personen. Zweitens: Zielgruppengerechte (Aus-)Bildungsinformation anbieten. Drittens: Möglichkeiten für Praktika von Asylwerbern ausbauen.
  • Branchen und Regionen – Stärken stärken
    Mit gezielten Schwerpunkten lassen sich Impulse mit Mehrwert setzen. Dazu gehören: eine HTL für „Digitale Technologien“ im Bezirk Reutte; die Umsetzung des „Brückenschlags“ zwischen der Axamer Lizum und der Schlick; die Stärkung der Kreativwirtschaft.
  • Verkehr und Mobilität – Damit Tirols Wirtschaft in Bewegung bleibt
    Die Voraussetzung für den Wohlstand und die Weiterentwicklung einer Gesellschaft. Moderne Verkehrsinfrastruktur ist die Grundlage für vielfältige Aktivitäten der Tiroler Bevölkerung, der Gäste, aber auch der Wirtschaft – von den Straßen über den rechtlichen Rahmen bis hin zur Vernetzung.
  • Digitalisierung und Neue Technologien – Startklar für die Wirtschaft von morgen
    Die Digitalisierung ist die Zukunftschance für Tirol. Das sind die Top-Projekte für den Standort in diesem Bereich: Intensivierung der Breitbandoffensive des Landes Tirol; die Professionalisierung der Verwaltung; und die Realisierung einer „Digital Summer School“.
Diesen Post teilen
X

Ihre Anmeldung für aktuelle Tiroler Wirtschaftsnews – Fast geschafft!

Bitte überprüfen Sie Ihren E-Mail-Eingang. Sie erhalten in Kürze unter der angegebenen E-Mail-Adresse eine Nachricht mit einem Bestätigungslink.
Ein Klick auf den Bestätigungslink schließt die Anmeldung ab.

Sehen Sie gegebenenfalls unter „Werbung“ oder „Spamverdacht“ nach, sollten Sie die E-Mail nicht in Ihrem normalen Posteingang finden.

Jetzt Newsletter abonnieren und regelmäßig personalisierte Tiroler Wirtschaftsnews erhalten!
(Ihre Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben)

Bitte warten, Sie werden angemeldet!
Bitte füllen Sie alle Felder aus!