Kufstein empfängt das Jahr 2018

Neue Bundesregierung, Landtagswahlen, Kammerreform — es ist vieles in Bewegung. „Die Bezirksdialoge sind ein wichtiger Schritt auf diesem Weg“, betont Bezirksobmann Martin Hirner beim diesjährigen Neujahrsempfang in Kufstein.

„Kooperation und Verständnis zwischen Wirtschaft und Verwaltung sind essenziell für das Funktionieren unseres Wirtschaftsstandorts. Ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch ist daher unerlässlich“, weiß Bezirksobmann Martin Hirner. Aus diesem Grund fanden im Mai und November vergangenen Jahres zwei Bezirksdialoge zwischen Wirtschaftstreibenden und Behördenvertretern statt. Beim ersten Treffen erörterten die Vertreter, wie ein konstruktives Miteinander funktionieren bzw. gefördert werden kann. Die Ergebnisse dieser Gespräche dienten dann als Basis für den zweiten Termin. Bei diesem konnte einige konkrete Projekte angestoßen werden: Eine Clearingstelle, die sich um die Aufarbeitung festgefahrener Verfahren kümmert, steht ganz oben auf der Prioritätenliste. Es wird geprüft, aus welchem Grund ein reibungsloser Ablauf nicht möglich war und wie man dies in Zukunft verhindern kann. Außerdem soll die Art und Weise, wie Unternehmer und Beamte miteinander interagieren, auf neue Beine gestellt werden. Mehr direkter Kontakt zwischen den zuständigen Beamten und der Wirtschaft, Storytelling-Veranstaltungen oder die Ermöglichung der elektronischen Einreichung von Anträgen und einige andere Punkte sollen künftig für ein geräuschloseres Zusammenspiel sorgen. „Wie gut die Umsetzung der Maßnahmen schlussendlich funktioniert, werden die nächsten Dialoge im heurigen Jahr offenbaren. Fest steht jedenfalls, dass dieses Format auf andere Tiroler Bezirke ausgeweitet werden soll, um auch dort eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Unternehmern zu ermöglichen“, so Hirner.

i.ku — die Innovationsplattform Kufstein

Die vergangenes Jahr ins Leben gerufene Innovationsplattform Kufstein – i.ku hat sich zum Ziel gesetzt, die Region Tiroler Unterland fit zu machen für die Themen der Zukunft durch regionale Vernetzung und gemeinsames Handeln. Zukünftig soll der Bezirk Kufstein als eine stark vernetzte Bildungs- und Wirtschaftsregion, auch dank der Nutzung digitaler Technologien, wahrgenommen werden. Verschiedenste Formate von Dialogen und Innovationswettbewerben zielen ab auf einen steten Erfahrungs- und Wissensaustausch sowie die Initiierung von Innovationsprojekten und Neugründungen.

„Neue Bildungskonzepte sollten stärker auf kritisches Denken, Kreativität, Agilität, Erfinder- und Unternehmergeist ausgerichtet sein und die Ausbildung sollte den verantwortungsvollen und sinnvollen Umgang mit digitalen Technologien vermitteln“, erklärt der Sprecher der Innovationsplattform Kufstein – i.ku Markus Gwiggner. Die Planungsphase mit der Erstellung konkreter Maßnahmen-, Zeit-, und Budgetpläne startet im Frühjahr 2018. Ziel ist eine intensive Vernetzung zwischen Schülern und Studierenden zusammen mit den Lehrkräften in den Bildungsinstitutionen sowie den Mitarbeitern und Führungskräften in den unterschiedlichsten Betrieben aus allen Branchen. „Der technologische Ausbau der regionalen Wirtschaft sowie die Ausstattung mit modernsten Lehr- und Lernlaboren an den verschiedenen Bildungseinrichtungen ermöglicht eine nachhaltige Stärkung des Standorts“, ist sich Gwiggner sicher.

Derzeit erarbeitet i.ku auch die Voraussetzungen für das Vorhaben „Digitale Region Kufstein“ und koordiniert deren organisatorische Umsetzung. Die „Digitale Region Kufstein“ ist ein Lebensraum, in dem vorhandene und neue Digitalisierungsprojekte an verschiedenen Standorten in der Region unter Verwendung aktuellster und zukünftiger Technologien umgesetzt werden. „Hierbei wurde bereits ein direkter Draht zur Tiroler Landesregierung und der neuen Digitalisierungsoffensive gelegt, damit künftig im Bezirk Kufstein digitale Leuchtturmprojekte umgesetzt werden können“, so Gwiggner weiter. Einer der wichtigsten Schwerpunkte ist die Einbeziehung von regionalen Partnern, Unternehmen, Institutionen und Bildungseinrichtungen in gemeinsame Projekte.

Regionale Produkte

Die gesamte Region Kufstein verfügt über eine Fülle an Anbietern regionaler Produkte. Sowohl im bäuerlichen Bereich — mit etwa 60 Direktvermarktern — als auch im gewerblichen Bereich. Hier stellen Lebensmittelverarbeitungsbetriebe eine wichtige Rolle zur Aufrechterhaltung traditioneller und qualitativ hochwertiger Produkte dar. Ziel einer verstärkten regionalen Vermarktung im Bezirk muss sein, die regionale Wertschöpfung zu steigern, die Vernetzung sowohl zwischen den Produktionsbetrieben als auch entlang der Wertschöpfungskette zu fördern und Bewusstseinsbildung für regionale Produkte zu generieren. „Wir wollen für eine Verbindung zwischen den agierenden Organisationen sorgen und so eine professionelle Vermarktungsplattform sowie ein modernes Vermarktungssystem schaffen“, betont Bezirksobmann Martin Hirner und führt weiter aus: „Es ist notwendig, ein Bewusstsein für Werte zu schaffen. Denn schon Oscar Wilde stellte vor langer Zeit fest ‚Wir kennen von allem den Preis, doch von nichts den Wert‘. Diese Beobachtung gilt für unsere globalisierte Welt mehr denn je. Beispiele dazu: Wie kann ein T-Shirt nur 1 Euro 99 Cent kosten? Warum zahlt man für ein Kilo Schnitzelfleisch weniger als für dieselbe Menge Katzenfutter? Irgendjemand muss die übrige Summe bezahlen. Oft sind es Kinder in Entwicklungsländern, Bauern in unserer Nachbarschaft oder der kleine Nahversorger, der uns erst dann so richtig fehlt, wenn er nicht mehr da ist. Die Vision ist mittelfristig aus der Region einen besonderen Lebensraum mit einer herausragenden Lebenskultur und –qualität zu machen.“

Die musikalische Umrahmung des Neujahrsempfangs gestalteten die Wiltener Sängerknaben:

Love potion No.9 von Jerry Leiber / Mike Stoller

At The Hop von A. Singer / J. Medora & D. White

Tritsch Tratsch Polka von Johann Strauss

 

Impressionen des Neujahrsempfangs:

Presseaussendung zum Downloaden!

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