IV-Neujahrsempfang mit Wünschen an die Politik

Der Präsident der Industriellenvereinigung Tirol, Christoph Swarovski, sieht die Rolle seines Verbandes als Wohlstandsermöglicher des Landes. Denn die Industrie ist Tirols größter Wirtschaftssektor, ihr Entfalten somit wichtig für die Zukunft.

Die Tiroler Industrie ist mit einem Produktionswert von mehr als 10 Milliarden Euro und mehr als 41.000 Beschäftigten der größte Wirtschaftssektor des Landes. Die Industriellenvereinigung sei, so ihr Präsident Christoph Swarovski beim traditionellen Neujahrsempfang, weit mehr als ein Vertreter der Interessen eines Wirtschaftssektors. Swarovski: “Unsere Aufgabe besteht darin, dazu beizutragen, dass sich die Unternehmen hier in Tirol entfalten können, damit Arbeitsplätze schaffen und zu Wohlstand, Gesundheit und Freiheit der Menschen beitragen. Das ist unser Ziel. Deshalb gibt es die IV-Tirol.“

Wahlprogramme konsequent umsetzen

Österreich habe in manchen Bereichen den Anschluss an die Spitze Europas verloren. Die IV-Tirol habe immer wieder die Möglichkeit genutzt, auf Landes- und Bundesebene ihre Positionen und Anliegen einzubringen. Die wichtigsten Anliegen seien jetzt im Koalitionsabkommen von ÖVP und FPÖ enthalten. Die geplante Arbeitszeitflexibilisierung sei ganz entscheidend, damit die Arbeit dann erledigt werden könne, wenn die Aufträge da sind, sie müsse aber fair umgesetzt werden. Swarovski: „Die Neuregelung darf und soll nicht dazu führen, dass jemanden etwas weggenommen wird.“ Entbürokratisierung helfe allen, nicht zuletzt der Verwaltung, die selbst auch unter einer zu hohen Regelungsdichte leide. Der Staat solle nur das regeln, was wirklich notwendig ist.

Politik für den Wirtschaftsstandort

Die geplante Steuerentlastung für die Menschen, die Entlastung nicht entnommener Gewinne – unabhängig von Rechtsform und Größe – stärke die Wirtschaft und schaffe Arbeitsplätze. Darüber hinaus fordert die IV-Tirol weiterhin die Steuerentlastung für jene Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen oder erhalten. Mit Nachdruck bekämpft werden müsse Gold-Plating, also die Übererfüllung von EU-Vorgaben. Swarovski: „Was wir berechtigt fordern ist ein Standortcheck für die Entscheidungen der Politik. Politische Entscheidungen müssen auf der Grundlage von Wissen und nicht von Glauben fallen.“ Die im Sozialbereich geplanten Maßnahmen seien ausdrücklich zu begrüßen, wenn sie darauf abzielen, Menschen die Hilfe brauchen, nicht hängen zu lassen und gleichzeitig die Anreize zu erhöhen, eine Arbeit anzunehmen.

Klares Bekenntnis zu Bildung, Wissenschaft und Forschung

Unterstützung benötige die Industrie bei der wichtigsten Zukunftsfrage, wo nämlich künftig die qualifizierten Fachkräfte herkommen sollen. Im Regierungsprogramm des Bundes gebe es dazu gute Ansätze. Auf Landesebene bedürfe es dazu noch mehr gemeinsamer Anstrengungen. Große Defizite gebe es bei den Grundkompetenzen der Schulabgänger. Swarovski: „Solange diese Schwächen nicht beseitigt sind, macht es wenig Sinn, am Schulsystem selbst zu experimentieren. Legen wir den Fokus auf das Vermitteln der Grundkompetenzen.“

Das Land Tirol unterstütze Wissenschaft und Forschung sehr umfassend und das sei sehr wichtig für den Wirtschaftsstandort. Es sei aber auch wichtig, dass sich die Wirtschaft stärker engagiere. Die IV werde daher die Zusammenarbeit mit den Universitäten und Bildungseinrichtungen auch in Zukunft sehr ernst nehmen und weiter intensivieren.

 

Hermann Lindner und Jürgen Bodenseer auf dem IV-Neujahrsempfang 2018.

Auch Hermann Lindner (Lindner Traktoren) und WKT- Präsident Jürgen Bodenseer waren dabei. (v.l.)

 

Zahlen und Fakten zur Tiroler Industrie
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