Neujahrsempfang Innsbruck: Zurück in die Zukunft!

Der traditionelle Neujahrsempfang der Bezirksstelle Innsbruck Stadt lockte heuer wieder zahlreiche Unternehmer aus dem Bezirk an. Während man das abgelaufene Jahr gemeinsam Revue passieren ließ, wurden auch neue Ziele für 2018 definiert.

Neue Bundesregierung, Landtagswahlen, Kammerreform — es ist vieles in Bewegung. „Wenn die relevanten Akteure in Österreich — Bundesregierung, Landesregierung, Kammern und Verwaltungen — ihre Aufgaben richtig machen, kommen wir wieder zurück an die Spitze“, ist WK-Präsident Jürgen Bodenseer überzeugt.

Die österreichische Wirtschaft ist in den letzten Jahren ins Mittelfeld zurückgefallen. Gründe dafür waren jahrelanger Stillstand, hohe Belastungen und eine ausufernde Bürokratie — alles massive Bremsen für die Leistungsbereitschaft unternehmerisch Denkender. Die boomende Konjunktur und die neuen Rahmenbedingungen seitens der Bundesregierung machen es jetzt möglich, dass der heimische Standort wieder an das Spitzenfeld anschließt. Das Regierungsprogramm enthält zahlreiche Ansätze in die richtige Richtung — die es jetzt mit voller Kraft umzusetzen gilt. „Für Politiker und die Wirtschaftskammer gilt dasselbe wie für Unternehmer: Sie alle müssen ständig nach neuen Entwicklungspotenzialen Ausschau halten. Sich mit dem Erreichten zufriedenzugeben, bringt Stillstand — und der wird auf Dauer zum Problem“, erklärt Bodenseer. Das gilt auch für die Arbeit: „Die wird uns sicher nicht ausgehen — aber sie wird sich verändern. Neue Arbeitsformen und Flexibilität sind keine Bedrohung, sondern bringen neue Chancen mit sich“, ist Bodenseer überzeugt.

Karl Ischia zieht beim Neujahrsempfang Bilanz

Für Bezirksobmann Karl Ischia ist die Stadtteilentwicklung ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. “Alpin-urban-leben“ ist der Markenkern von Innsbruck. Doch die Marke Innsbruck muss immer wieder neu aufgeladen werden. Wie in den vergangenen Jahren haben wir auch 2017 viel in die Stadtteilentwicklung investiert. In Anpruggen beispielsweise realisieren wir aktuell gemeinsam mit der Stadt Innsbruck und dem TVB ein absolut einzigartiges Projekt, ein Highlight für den gesamten Stadtteil. Zeitgerecht werden wir über nähere Details informieren. Auch in Pradl haben wir einen intensiven Beteiligungsprozess initiiert und umgesetzt. Gemeinsam mit den Unternehmern fand eine Diskussion über die zukünftige Ausrichtung und Gestaltung der Pradlerstraße statt. Die in mehreren Workshops erarbeiteten Wünsche wurden anschließend an den ressortzuständigen Stadtrat herangetragen.

Seit geraumer Zeit haben wir ebenfalls eine Neugestaltung des Boznerplatzes im Visier. Dieser öffentliche Raum dient als wichtige Spange zwischen Bahnhof und dem Zentralbereich der Innenstadt und weist eine durchgehend hohe Frequenz auf. Deshalb ist es dringend notwendig, den Boznerplatz zu attraktiveren und gestalterisch an den Innenstadtbereich anzuschließen”, betonte Karl Ischia bei seiner Rede beim Neujahrsempfang und führte weiter aus: ” Außerdem ist Innsbruck ein Standort mit hoher Lebensqualität und optimaler Infrastruktur. Die Nähe zu den Bildungseinrichtungen wird von den Betrieben hochgeschätzt, die Leistbarkeit von Gewerbeflächen insbesondere für junge Unternehmer stellt allerdings ein Problem dar. Um Unternehmer von Anfang an in Innsbruck zu halten, braucht es neue Strukturen. Herkömmliche Büroflächen sind zum Teil überholt und Jungunternehmer brauchen leistbare Arbeitsplätze und Strukturen, die sie mit anderen teilen können. Es wäre ein tolles Bekenntnis der Stadt, im Rahmen der Wohnbauoffensive eventuell in Erdgeschossflächen auch solche Konzepte mitzudenken.

Aus Sicht der Bezirksstelle ist es im Zeitalter der Digitalisierung notwendig, bestehende Kartensysteme neu zu denken und so attraktive Möglichkeiten sowie Angebote zu schaffen. Verschiedenste Funktionen sollten in einer Karte vereint werden — das könnte von einer Gutscheinfunktion als Kundenbindungsinstrument über Parkfunktionen sowohl in den Garagen als auch an der Oberfläche bis hin zu einem Bonussammelsystem gehen. Wir denken da an eine Technologie, die für alle Innsbrucker Unternehmer/innen nutzbar ist. Im Arbeitsprojekt des Bezirksausschusses wurde dies bereits als Schwerpunktprojekt für 2018 festgelegt. Gemeinsam mit den Innsbrucker Unternehmervereinen soll ein Konzept entwickelt werden.

Die musikalische Umrahmung des Neujahrsempfangs gestalteten die Wiltener Sängerknaben:

Love potion No.9 von Jerry Leiber / Mike Stoller

At The Hop von A. Singer / J. Medora & D. White

Tritsch Tratsch Polka von Johann Strauss

 

Impressionen des Neujahrsempfangs:

 

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