Tiroler Handel hofft auf fleißiges Christkindl

Die gute gesamtwirtschaftliche Lage sorgt für positive Konsumstimmung im beginnenden Weihnachtsgeschäft. Im Schnitt planen die Tirolerinnen und Tiroler heuer 380 Euro für Geschenke ein.

Der Advent steht vor der Tür und damit brechen für viele Tiroler Handelsbetriebe wieder die arbeitsintensivsten und umsatzstärksten Wochen des Jahres an. Immerhin erzielt der Einzelhandel im sogenannten Weihnachtsgeschäft zusätzlich zum normalen Monatsumsatz noch einmal rund 2,2 Prozent des gesamten Jahresumsatzes. Dabei sind die Vorzeichen, unter denen der Tiroler Handel ins diesjährige Weihnachtsgeschäft startet, durchwegs positiv. „Einerseits ist die Konjunkturentwicklung im Tiroler Einzelhandel heuer noch etwas besser als im Vorjahr. Andererseits zeigen Umfragen, dass die Tirolerinnen und Tiroler heuer im Schnitt rund 380 Euro und damit um 10 Euro mehr als im Vorjahr für Geschenke ausgeben wollen. Es gibt also durchaus Grund für die Tiroler Händlerinnen und Händler optimistisch in das Weihnachtsgeschäft zu gehen“, wirft die Vizepräsidentin der Tiroler Wirtschaftskammer, Barbara M. Thaler, einen Blick voraus.

Mehr als drei Millionen Geschenke

Die positive Einschätzung teilt auch Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria: „Generell kann man sagen, dass aufgrund der guten gesamtwirtschaftlichen Lage eine sehr positive Konsumstimmung herrscht. Dementsprechend zeigt sich das Tiroler Christkindl in Kauflaune. Laut unseren Erhebungen planen neun von zehn Tirolerinnen und Tirolern ab 15 Jahren durchschnittlich sechs Geschenke für Weihnachten zu kaufen. Hochgerechnet werden damit weit mehr als drei Millionen Geschenke unter den Tiroler Christbäumen liegen.“ Ganz zentrale Bedeutung hat das Weihnachtsgeschäft laut Gittenberger vor allem für den Spielwarenhandel, den Uhren- und Schmuckhandel, den Papier- und Buchhandel sowie den Elektroeinzelhandel, aber – vor allem in Tirol – auch für den Sportartikelhandel.

Das bestätigt Katrin Brugger, die Sprecherin des Tiroler Sportartikelhandels. „Wir sehen uns nicht nur als Händler, sondern auch als Dienstleister: „Wir bieten unseren Kunden ein Rundumpaket – von der perfekten Beratung beim Verkauf bis hin zum Service nach dem Einkauf. Der frühe Schneefall und die Tatsache, dass in vielen Skigebieten bereits beste Bedingungen herrschen sind natürlich sehr positiv für uns. Die Wintersportler scharren schon in den Startlöchern, da stehen Sportartikel als Geschenke natürlich hoch im Kurs.“  Besonders gefragt sind Produkte im Bereich Sicherheit und Komfort. Hier gibt es auch einige interessante Innovationen, etwa besonders flexible Rückenprotektoren, Skihelme, die Erschütterungen noch besser abdämpfen können, oder Ski, die gewissermaßen eine Servolenkung für den geschmeidigen Schwung eingebaut haben. Außerdem hält die Digitalisierung auch im Sportartikelbereich immer mehr Einzug. „Beispielsweise gibt es mittlerweile die Möglichkeit, Füße via Kamera berührungslos und ganz exakt zu vermessen. Auf Basis der ermittelten Daten kann dann eine hundert Prozent individuelle Innensohle für den Fuß berechnet und mit einem 3D-Drucker produziert werden“, berichtet Brugger.

Eins von sieben Geschenken wird online gekauft

Stichwort Digitalisierung: Das Thema E-Commerce spielt natürlich auch im Weihnachtsgeschäft eine große Rolle. Der Großteil der Geschenke wird zwar nach wie vor im Ladengeschäft gekauft, aber 34 Prozent der Tirolerinnen und Tiroler planen, ihre Präsente zumindest teilweise online zu bestellen. Das heißt, eines von sieben Geschenken wird heuer online gekauft. „In diesem Zusammenhang ist es enorm wichtig, dass im Onlinehandel Chancengleichheit hergestellt wird. Es darf nicht sein, dass internationale Konzerne etwa im Steuerbereich von rechtlichen Schlupflöchern profitieren und so unfaire Vorteile gegenüber heimischen Onlinehändlern haben. Hier werden wir uns interessenpolitisch stark einbringen“, stellt WK-Vizepräsidentin und E-Commerce-Expertin Thaler klar und ergänzt: „Egal ob die Geschenke online oder offline gekauft werden, wichtig ist, dass sie bei Tiroler Unternehmen gekauft werden, damit möglichst viel Wertschöpfung bei uns im Land bleibt!“

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