Effizienz: Die WK-Beiträge wurden massiv gesenkt

Die Wirtschaftskammern haben seit 2000 drei große Reformen umgesetzt, darunter eine Beitragsentlastung von 30 Prozent bei gleichzeitg ausgebautem Serviceangebot.

Die WK-Beiträge wurden 30 Prozent gesenkt.

„Die Wirtschaftskammer setzt auf Sparsamkeit und Effizienz. Daher haben wir in der Vergangenheit als einzige öffentlich-rechtliche Körperschaft unsere Mitgliedsbeiträge massiv reduziert und zugleich die Service- und Beratungsangebote konsequent ausgebaut“, betont WKÖ-Präsident Christoph Leitl: „Diesen Weg werden wir konsequent weiter gehen, und Effizienzgewinne als Beitragsentlastung an unsere Mitglieder weitergeben.“

Im Frühsommer wurde daher die nächste WK-Reform auf Schiene gebracht. Im Zentrum steht ab 2019 eine weitere Beitragsreduktion mit einem Volumen von 100 Mio. Euro, von der die Mitglieder profitieren. Zugleich gibt es ein Mehr an Leistungen, insbesondere in den Zukunftsbereichen Innovation und Bildung. Das Kammerumlagenaufkommen der Wirtschaftskammern stieg seit 2000 nicht nur deutlich geringer als die Inflation, die Entwicklung der Kammerumlagen steht auch in einem krassen Gegensatz zu jener der Steuer- und Abgabenlast: Die Steuer- und Abgabenlast pro Einwohner legte um 53 Prozent zu, während der Verbraucherpreisindex in diesem Zeitraum um 35 Prozent stieg. Die Steigerung des Kammerumlagenaufkommens liegt mit 34 Prozent unter der Teuerungsrate. Pro Mitglied gerechnet, sind die Kammerumlagen seit dem Jahr 2000 sogar um 18 Prozent gesunken.

Situation in Tirol

Die Reform hat in Tirol schon knapp nach den letzten Kammerwahlen begonnen. „Wir fahren seit eineinhalb Jahren einen Sparkurs in der Tiroler Wirtschaftskammer und haben gleichzeitig unser Serviceangebot ausgebaut“, hält Tirols WK-Präsident Jürgen Bodenseer fest. „Wir arbeiten unternehmerisch: wir hinterfragen unser Angebot und unsere Arbeit. So wie es Unternehmen auch tun müssen, um am Markt bestehen zu können.“ Aus diesem Grund ist Tirol auf die heute beschlossene „Reform 4.0“ bestens vorbereitet. „Durch die zusätzlichen Einsparungen wird es zu keinen Einschränkungen bei den Service-Leistungen für unsere Mitglieder kommen, ganz im Gegenteil“, versichert Bodenseer.

„Die WK hat über die Jahre kontinuierlich einen Reformprozess verfolgt und zum Nutzen der Betriebe substanzielle und spürbare Entlastungsschritte gesetzt. Und auf dieser Klaviatur werden wir weiterspielen.Wenn der Staat nur einen Bruchteil dessen einsparen würde, was wir innerhalb unserer Organisation bereits erfolgreich umgesetzt haben, würde Österreich auf Sicht kein Defizit mehr erwirtschaften und hätte ausreichend Spielraum für notwendige Investitionen“, gibt Leitl die Richtung vor.

 

Diesen Post teilen
X

Ihre Anmeldung für aktuelle Tiroler Wirtschaftsnews – Fast geschafft!

Bitte überprüfen Sie Ihren E-Mail-Eingang. Sie erhalten in Kürze unter der angegebenen E-Mail-Adresse eine Nachricht mit einem Bestätigungslink.
Ein Klick auf den Bestätigungslink schließt die Anmeldung ab.

Sehen Sie gegebenenfalls unter „Werbung“ oder „Spamverdacht“ nach, sollten Sie die E-Mail nicht in Ihrem normalen Posteingang finden.

Jetzt Newsletter abonnieren und regelmäßig personalisierte Tiroler Wirtschaftsnews erhalten!
(Ihre Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben)

Bitte warten, Sie werden angemeldet!
Bitte füllen Sie alle Felder aus!