Ayurvedafarm Lindhof in Thiersee

Familie Mauracher führt eine ganzheitliche Landwirtschaft am Lindhof in Thiersee und versorgt mit dem dort angebauten Gemüse, Obst und den tierische Produkten die Gäste in ihrem Ayurveda Resort.

Seit 1988 führt Johann Mauracher, Hotelier und Obmann des Tourismusverbands Kufsteinerland äußerst erfolgreich den Ayurveda Sonnhof in Thiersee. Um dem Gast wirklich natürliche Lebensmittel bieten zu können, wurde der Lindhof dazu gekauft. Im November eröffnet dann Sohn Stephan noch das Hotel Alpenrose in Kufstein, welches die Familie heuer übernommen hat.

Die Eltern haben den Meilenstein gesetzt, die Töchter Lisa und Christina führten das Hotel zur Marke „European Ayurveda“. „Wir sind im Laufe der Jahre draufgekommen, dass wir Ayurveda für Europa adaptieren müssen, denn nicht alle Behandlungen aus Indien sind für uns gut“, erklärt Lisa Mauracher. Die optimale Ernährung ist ein gravierender Bestandteil bei Ayurveda und deshalb hat man sich für den Lindhof entschieden. Dort wurde heuer den zweiten Sommer über Gemüse angebaut und im Hotel verwertet.

400 Obstbäume und Beerensträucher wurden gepflanzt, 200 Hühner sorgen für das tägliche Frühstücksei der Gäste, neun Bienenstöcke liefern den Honig und die Hochlandrinder werden vom Schwanz bis zur Schnauze verarbeitet. Die große Herausforderung war der Anbau des Gemüses. Gejätet wird per Hand, Chemikalien kommen keine zum Einsatz. Die operativen Geschäfte des Bauernhofs werden vom leidenschaftlichen Landwirt Stephan Mauracher ausgeübt, der die Tourismusschule besucht hat und anschließend in der österreichischen Hotelvereinigung und in Tourismusbetrieben in der Schweiz Erfahrungen sammelte.

Für Qualität wird gerne mehr bezahlt

Ab dem nächsten Jahr soll der Hof biozertifiziert sein und in zwei Jahren soll er sich selbst tragen – durch die Produkte, welche an die beiden Hotels verkauft werden. „Ich mach keinen Hehl daraus, dass der Gast im Hotel den Bauernhof mitzahlen muss“, sagt Mauracher. Wenn die Gäste im Hotel wissen, woher die Produkte kommen, dann sind sie auch gerne bereit, dafür mehr zu bezahlen. Und fast jeder Gast spaziert während seines Aufenthalts einmal zum Lindhof, um sich diesen anzusehen.

„Es braucht eine Veränderung in den Landwirtschaftsschulen und in den Bauernorganisationen“, fordert der Hotelier. Der Bereich Gartenbau wird total vernachlässigt, obwohl sich – wie sich zeigt – auch in diesen Höhen gute Erfolge erzielen lassen. Auch im Bereich der landwirtschaftlichen Förderungen bräuchte es ein Ausmisten – diese sollten zum Start ein Anreiz sein, danach sollte man von den erwirtschafteten Produkten leben können. Mit einem kleinen Bauernmarkt im Ort will er auch andere dazu anregen, dass sie Produkte herstellen, die der Gast gerne mit nach Hause nimmt, die aber auch von den Einheimischen geschätzt werden.

Persönlich versucht Mauracher so viel wie möglich am Unternehmen zu arbeiten und nicht im Unternehmen. Drei seiner Kinder ziehen mit ihm an einem Strang, einer ist Steuerberater und insofern ebenfalls involviert. „Die Kinder müssen von Anfang an zum Unternehmer erzogen werden und sie müssen die Zahlen kennen“, empfiehlt Mauraucher, der es selbst richtig bärig findet, Unternehmer zu sein.

»Weitere Informationen: www.lindhof-tirol.at

Stephan, Johann und Lisa Mauracher mit Markus Haimann und Christian Prack (Küchenchef und Restaurantleiter in der Alpenrose) (v. l.).

Stephan, Johann und Lisa Mauracher mit Markus Haimann und Christian Prack (Küchenchef und Restaurantleiter in der Alpenrose) (v. l.).

 

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