Vorher und nachher

KOMMENTAR

Nach Wahlen griff bisher politische Demenz um sich. Diesmal müssen die Versprechen von vorher auch nachher gelten.

Man kann es kaum glauben – nach Monaten hektisch geführter TV-Debatten, üppig verteilter Wahlzuckerln, optimistisch kalkulierter Gegenfinanzierungen und gegenseitiger kübelweiser Anschüttungen ist eure große Wahl nun vorbei. Die Prozente sind verteilt und auch diesmal ist das Erstaunliche passiert: Es sind nicht mehr als 100 geworden.

Der Koalitionspoker wird euch noch einige Zeit beschäftigen – aber in absehbarer Zeit wird Österreich seine neue Regierung haben. Ich bin überzeugt, dass dieses Mal das Erinnerungsvermögen der neuen Staatsführung größer sein wird als das bei anderen Wahlgängen der Fall war. Da setzte nämlich mit dem ersten Tag nach der Wahl die große politische Demenz ein und vieles von dem, was vorher angekündigt worden war, verschwand sang- und klanglos im Dunst des Vergessens. Das können sich die Neuen nicht mehr leisten – zu eindeutig waren die Ansagen, zu groß die mediale Aufmerksamkeit.

Größte Einigkeit nahezu aller Parteien bestand darin, dass die Steuerlast zu hoch ist. Das finde ich auch. Es ist nicht fair, fleißig zu arbeiten und dann zusehen zu müssen, wie das schöne Brutto zu einem kläglichen Netto zusammen schmilzt. Daher ist eine Schlankheitskur für den Staat eine der wichtigsten Aufgaben. Damit sich Leistung wieder lohnt, damit es wieder Spielräume für Ideen gibt und damit der Schuldenberg langsam schrumpft. Diesmal muss vorher und nachher dasselbe gelten, meint

Der Rabe


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