Tischlerei Wieser – universeller Leitbetrieb im Hochpustertal

Die Hotellerie schätzt die Handwerksqualität aus dem Hause Wieser aus Strassen in Osttirol. Da die meisten Projekte in der Zwischensaison abzuwickeln sind, müssen Planung, Produktion und Montage perfekt funktionieren.

„Nach der Tischlerlehre, die ich erst mit 18 Jahren beginnen konnte, habe ich meine Gesellenjahre in Hatting verbracht, damit ich mich in Innsbruck auf die Meisterprüfung vorbereiten konnte. 1963 kehrte ich in meinen Heimatort zurück und reaktivierte dort die kleine Tischlerwerkstätte in meinem Elternhaus im Ortsteil Heising, die seit dem frühen Tod meines Vaters leer stand“, erzählt der Firmengründer und Strassener Altbürgermeister Friedrich Wieser sen., der dieser Tage seinen 80. Geburtstag feierte.

Grundsatz bei Wieser: „Alles aus einer Hand“

Die gute Auftragslage machte es gleich notwendig, Mitarbeiter einzustellen – auf bloß 36 m² Werkstattfläche war das auf Dauer natürlich kein Zustand. Unter größten Schwierigkeiten gelang 1965 die Finanzierung eines Neubaus am heutigen Firmenstandort. Mit unbändigem Fleiß, der umsichtigen Ehefrau Regina als „Finanzchefin“ an der Seite, engagierten Mitarbeitern und gediegener Handwerksarbeit gelang das Wagnis und nach zwei weiteren Baustufen konnte 1998 ein solides Unternehmen an den damals erst 21-jährigen Sohn Friedrich Wieser übergeben werden, der vor zehn Jahren die Produktionsfläche nochmals auf aktuell 3600 m2 erweiterte.

„Wir sind eine Bau- und Möbeltischlerei im klassischen Sinn geblieben und decken mit unseren 30 Mitarbeitern und einem neuzeitlichen Maschinenpark die ganze Produktpalette ab. Unsere Grundsätze „Alles aus einer Hand“ und „Garantierte Eigenfertigung“ bedeuten, dass von der Ideenfindung über die Planung und Fertigung bis zur Montage alles von unseren Mitarbeitern abgedeckt wird, hochwertiges Holz aus der Region verarbeitet wird und keine Halb- oder Fertigfabrikate zugekauft werden“, erklärt Friedrich Wieser jun. und ergänzt: „In der Fenster- und Türenproduktion konzentrieren wir uns auf Nischen, die von der Industrie nicht bedient werden können. So sind etwa bei den Kastenfenstern, die wir vor allem für denkmalgeschützte Gebäude anfertigen, Detailtreue und die klassischen Handwerkstechniken gefragt.

Einsatz für Berufskollegen

Aber auch die moderne Architektur eröffnete uns neue Chancen – etwa durch großflächige Fensterelemente, die wir ebenfalls mit allen geforderten Zertifizierungen produzieren können. Unsere Stärken in der Bautischlerei sind gleichzeitig Türöffner für Aufträge im Möbelbau und im Innenausbau, ebenso können wir mit unserem hauseigenen Planungsbüro punkten“. Gearbeitet wird für Kunden in Ost-, Süd- und Nordtirol und im Oberkärntner Raum: „Früher haben wir etwa die Hälfte unseres Umsatzes im nahen Südtirol erzielt; jetzt ist es noch rund ein Drittel. Dafür konnten wir aber viele neue Kunden, vor allem im Nordtiroler Unterland, gewinnen“.

Zur Familientradition gehört auch der Einsatz für die Berufskollegen: Friedrich Wieser sen. war 20 Jahre lang Bezirksinnungsmeister der Osttiroler Tischler; Friedrich jun. bekleidet diese Funktion seit 2010. Gemeinsames Anliegen von Vater und Sohn ist ein gut ausgebildeter Berufsnachwuchs, wobei man immer bestrebt war, mit gutem Beispiel voranzugehen: „Wir haben bisher an die 80 Lehrlinge ausgebildet, wovon 95 Prozent die Lehrabschlussprüfung mit Auszeichnung abgelegt haben“, berichtet der Firmenchef stolz. 2015 wurde der Tischlerei Wieser vom Land das Prädikat „Ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb“ verliehen – eine wohl mehr als verdiente Würdigung.

»Weitere Informationen: www.tischlerei-wieser.at

Team Tischlerei Wieser

Die Familie Wieser (links im Bild) ist stolz auf ihre bestens ausgebildeten und hochmotivierten Fachkräfte – das ist gelebte Firmenphilosophie.

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