Last Minute: Tourismus jetzt stärken!

Tourismusobmann Franz Hörl im Interview über die Chancen einer neuen Politik für den Tourismus. Und darüber, warum die Zeichen nach der jüngsten Vergangenheit auf „Last Minute“ stehen. Am heutigen Tag der Tourismuswirtschaft machte LH Günther Platter die MWSt.-Senkung zur Bedingung für ein “Ja” zu einer neuen Bundesregierung.

Herr Hörl, wie geht’s dem Tourismus aus Sicht des Praktikers und Politikers?

Die erfolgreiche Arbeit unserer Unternehmerinnen und Unternehmer sorgt gottlob für Stabilität. Aber die Belastungsgrenze ist mit Sicherheit erreicht. Wir suchen dringend nach Fachkräften und Hilfskräften – doch die Jobs, die wir brauchen, stehen immer noch nicht auf der Mangelberufsliste. Wir verfügen kaum noch über ausreichende und vermittelbare arbeitslose Menschen in Tirol – und trotzdem werden die Kontingente für Saisoniers reduziert. Dabei hat sich die Zahl der Arbeitsplätze im Tiroler Tourismus in den vergangenen 15 Jahren fast verdoppelt. Aber auch die Abschreibungsdauer, die für ein Hotelzimmer von 33 auf 40 Jahre verlängert wurde, zeigt mir, dass die Bundespolitik zuletzt nicht zu unseren treuesten Partnern gezählt hat.

Fehlt es an Bewusstsein oder sind die Leistungen im fernen Wien zu wenig greifbar?

Es fehlt vor allem an Respekt für unsere Branche und damit für Unternehmer, die in ihrem Fach zur Weltspitze zählen. Wenn etwa der Bundeskanzler meint, dass wir im Sommer eh Rekordnächtigungen hatten und die Steuer auf Nächtigungen daher auf 13 Prozent bleiben kann, dann sagt das alles. Denn Umsatz in Form vieler Nächtigungen ist nicht gleich Gewinn – keine andere Branche erlebt dies auf so extreme Weise wie der Tourismus. Es stimmt, dass der Blick auf die vergangene Saison zeigt, was wir drauf haben. Er zeigt für mich aber viel mehr, was wir draufhaben könnten, wenn man uns nur endlich in Ruhe lassen würde.

Dass es besser wird, hören wir vor jeder Wahl. Warum sollte es diesmal stimmen?

Ich habe eine derartige Aufbruchsstimmung noch nie erlebt. Die Zeichen stehen auf Veränderung und das spüre ich bei den UnternehmerInnen vor Ort. Die Reduktion des Mehrwertsteuersatzes auf Nächtigungen von 13 auf zehn Prozent ist zugesagt und im Programm der neuen Volkspartei finden sich viele Inhalte, die dem Tourismus und uns Touristikern gut tun werden. Dazu zählen die Strategie zur Behebung des Facharbeitermangels sowie zur Steigerung von Wachstum und Beschäftigung. Auch die Forderungen unserer Branche – von der Senkung der Abschreibungsdauer über geringere Lohnnebenkosten, einfachere Verfahren bei der Betriebsübergabe und Arbeitszeitflexibilisierung bis hin zur Entschärfung der Allergenverordnung – finden sich im Programm wieder. Ein durchdachtes Maßnahmenpaket für die nächste Legislaturperiode, das uns wieder den Stellenwert einräumt, den wir verdient haben.

Es ist somit auch die richtige Zeit für Ihre Kandidatur?

Wer was bewegen will, muss selbst anpacken und andere fordern. Nur so geht Politik, die hilft. Unsere Ziele sind klarer denn je und ich vertrete sie mit voller Kraft und aus tiefer Überzeugung. Daher möchte ich meine Stimme dort einbringen, wo sie für uns am wichtigsten ist: In Wien und darüber hinaus auch mit einem guten Netzwerk in Brüssel.

 

LH Günther Platter gibt MWSt.-Senkung im Tourismus als Bedingung aus

 

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Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft

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