Wahlkampf: Die hohen Steuern im Visier

Die drei großen Parteien versprechen derzeit alle eine Steuersenkung. Sie ist dringend nötig und hoffentlich mehr als ein Wahlkampfgag.

Die Programme der drei großen politischen Player – ÖVP, SPÖ und FPÖ – liegen am Tisch. Auch wenn sie inhaltlich in vielen Punkten auseinander gehen – eines ist der Politik offenbar klar geworden: Sie darf ihre Steuerzahler nicht weiter ausquetschen wie eine Zitrone. Das fördert die Flucht in den Pfusch und das Sozialsystem und erweist sich als wahre Leistungsbremse.

Steuerbelastung reduzieren

Die ÖVP unter Sebastian Kurz will die Lohn- und Einkommenssteuer senken und die Kalte Progression abschaffen. „Die hohe Steuerlast macht Betrieben und Arbeitnehmern zunehmend Probleme. Es braucht dringend eine Trendwende, damit die Betrieben Luft zum Atmen haben und die Arbeitsplätze langfristig gesichert werden“, betont WK-Präsident Jürgen Bodenseer.

Auch die SPÖ spricht dezidiert die Steuerlast an: Geplant ist, untere Einkommen zu entlasten und die Lohnnebenkosten zu reduzieren. „Viele andere Punkte des roten Programmes setzen auf neue Belastungen und staatliche Eingriffe – aber die Senkung der Lohnnebenkosten ist wichtig und würde den derzeitigen Wettbewerbsnachteil unserer Betriebe beispielsweise gegenüber Deutschland ausgleichen“, erklärt Bodenseer.

Die FPÖ will ähnlich wie die Volkspartei die Steuerquote senken, die Kalte Progression beseitigen und im Gegenzug die Staatsausgaben verringern. Österreich habe kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem. „Dieser Befund ist zwar nicht neu – aber er stimmt zweifellos. Es kann nur eine Richtung geben: runter mit den Steuern!“

Anschluss nicht verlieren

Diese vorgeschlagenen Entlastungen sind nicht alles, was in den Programmen enthalten ist, aber: „Die Einigkeit der drei Großparteien, dass der Plafond bei Belastungen für die Leistungsträger erreicht ist, macht Hoffnung“, erklärt der Präsident. In Kombination mit einfacheren Gesetzen kann es Österreich gelingen, wieder den Anschluss an die Spitze zu finden. „Bleibt zu wünschen, dass die Parteien in der zukünftigen Bundesregierung beim Umsetzen so stark sein werden wie jetzt beim Ankündigen“, so der Wirtschaftskammer-Präsident.

Diesen Post teilen
X

Ihre Anmeldung für aktuelle Tiroler Wirtschaftsnews – Fast geschafft!

Bitte überprüfen Sie Ihren E-Mail-Eingang. Sie erhalten in Kürze unter der angegebenen E-Mail-Adresse eine Nachricht mit einem Bestätigungslink.
Ein Klick auf den Bestätigungslink schließt die Anmeldung ab.

Sehen Sie gegebenenfalls unter „Werbung“ oder „Spamverdacht“ nach, sollten Sie die E-Mail nicht in Ihrem normalen Posteingang finden.

Jetzt Newsletter abonnieren und regelmäßig personalisierte Tiroler Wirtschaftsnews erhalten!
(Ihre Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben)

Bitte warten, Sie werden angemeldet!
Bitte füllen Sie alle Felder aus!