Unternehmer und Musikanten mit Passion

Vergleicht man Vitus Amor und Josef Daxer, prallen zunächst zwei Welten aufeinander. Doch sie haben eines gemeinsam: die Leidenschaft für Musik und ihr Engagement für den familieneigenen Betrieb.

Betriebsblindheit kann man ihnen mit Sicherheit nicht vorwerfen. Sowohl Josef Daxer, Fliesenlegermeister und Inhaber von Ceramic Daxer in Wörgl, als auch Vitus Amor, Berufsmusiker, Optiker und Geschäftsführer im Familienbetrieb, sind in ihren Jobs stets mit Leidenschaft dabei. Für den einen ist die Musik ein gut bezahltes Hobby, der andere tingelt bereits seit drei Jahrzehnten als Profimusiker durch ganz Europa und um die halbe Welt.

Josef Daxer führt seit 1988 seinen erfolgreichen Platten- und Fliesenverlegebetrieb in Wörgl und steht seit 1973 regelmäßig auf der Bühne. Zuvor mit den Rambos (Gewinner Grand Prix Talentschuppen) und seit 1979 wöchentlich im Hotel in Kössen. Vitus Amor ist mit seinen Bandkollegen Peter und Reinhard, von den Zillertaler Haderlumpen, ein absoluter Profi. Neben seiner Musikerkarriere engagierte er sich stets auch im familieneigenen Betrieb. Mit 20 Mitarbeitern an zwei Standorten ist Amor Optik derzeit höchst erfolgreich, den Musiker selber erdet seine unternehmerische Tätigkeit nach eigener Aussage ungemein.

„Die Musikwelt ist sehr glamourös, wenn wir unterwegs sind, wird immer ein Riesen-Remmidemmi veranstaltet, man wird überall eingeladen. Aber Montagfrüh wieder ein normales
Leben als Dienstleister zu führen und für die Kunden im Geschäft zu stehen, das gibt einem den notwendigen Halt im Leben”, so Vitus Amor. Ganz besonders wichtig seien ihm die kleinen Gesten, „dass wir Bitte und Danke nicht verlernt haben”.

Doppelbelastung als Herausforderung

Ganz so einfach, wie es auf den ersten Blick klingt, ist das Leben als Profimusiker und Selbstständiger definitiv nicht. Hinter Amor steht nicht nur ein „lässiges Team”, sondern allen voran eine starke Familie, auf die sich der Lump hundertprozentig verlassen kann, und die es ihm ermöglicht, „abzuhauen, wenn’s drauf ankommt”. „Wir sind meistens zwei, drei Tage die Woche unterwegs, hauptsächlich an den Wochenenden. Für meine Familie und Firma bin ich auch unterwegs immer erreichbar”, formuliert Amor seine Prioritäten.

Frau Dunja und seine Kinder David und Julia kennen es nicht anders, als dass der Musiker häufig unterwegs, und von seiner Familie getrennt ist. Die gemeinsame Zeit wird dafür umso intensiver genossen. Auch das Musikerleben entschädigt für vieles. Der Adrenalinkick, wenn man auf der Bühne steht und einem die Leute zujubeln, sei unvergleichlich, „einfach gewaltig”.

Das berufliche, zweite Standbein fungiert gleichzeitig als Altersabsicherung, denn die Musik ist ein riskantes Geschäft. Abgesehen davon, wie hoch man in der Gunst des Publikums steht, können gerade gesundheitliche Faktoren oftmals für ein frühzeitiges Ende von Profikarrieren sorgen. Bei Vitus hat sich im Laufe der Jahre eine ideale Symbiose ergeben, aus Musikerdasein und Selbstständigkeit. Die Musikkarriere ist nämlich auch ein Nutzbringer für die Familie, und für den Betrieb. „Immer wieder kommen Fans ins Geschäft, sei es nur für ein Foto oder ein Autogramm, oder für eine kompetente Beratung. Da ist es sehr wichtig, selber für die Kunden da zu sein”, so Vitus Amor abschließend.

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