Hausordnung

KOMMENTAR

Die Hausordnung im Hause Österreich ist völlig unüberschaubar geworden. Eine Zumutung für Hausverwalter (=Beamte) und Hausbewohner (= Staatsbürger).

Bürokratische Fleißaufgaben bringen Unternehmer regelmäßig zur Weißglut. Wer für ein innovatives Projekt brennt, will es umsetzen, und sich nicht mit Formularen, Bedenken und Bergen von Unterlagen aufhalten lassen. Die Zahl der Vorschriften ist in den letzten Jahren immer größer, das Dickicht an Paragrafen immer dichter geworden. Der Amtsschimmel regt auf. Eines muss deutlich gesagt werden: Es geht dabei nicht um die Beamten – die leiden selbst darunter und bemühen sich, die Gesetzes-Flut einigermaßen praktikabel abzuwickeln.

Es ist wie in einem Haus: Normalerweise gibt es eine Hausordnung, die auf einer Seite Platz hat. Im Hause Österreich ist mittlerweile der ganze Hausflur mit ständig neu dazugekommenen Regeln, Ausnahmen und Ausnahmen von Ausnahmen tapeziert. In den letzten Jahrzehnten ist die österreichische Hausordnung laufend anlassbezogen erweitert und verkompliziert worden – ohne Überholtes auszumisten. Die Beamtenschaft speziell in Tirol tut, was möglich ist – aber kann sich auch nur im Rahmen des Zulässigen bewegen. Es passiert, was passieren muss: Kein Hausbewohner kennt sich mehr aus – selbst die Hausverwalter tun sich schwer.

Der Paragraphenwald ist längst zugewuchert und gehört dringend gelichtet. Es ist der Job eurer Politiker, die Hausordnung wieder auf ein verträgliches Maß zu bringen. Dann können endlich eure Hausverwalter (= Beamten) und eure Hausbewohner (= Staatsbürger inklusive Unternehmer) aufatmen, meint

Der Rabe


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