Markus Schafferer: “Schritt für Schritt ins Business”

Vom Quereinsteiger zum Immobilientycoon: Markus Schafferer. Der Innsbrucker schaffte es, wovon viele Jungunternehmer träumen – mit 27 Jahren wagte er den Sprung ins eiskalte Wasser und plante in Innsbruck das erste Hochhausprojekt seit 50 Jahren. 

INTERVIEW

Mittlerweile ist bereits der dritte PEMA-Turm geplant. Beim Sommercocktail der Jungen Wirtschaft auf der Villa Blanka sprach er mit wirtschaft.tirol darüber, worauf es ankommt.

wirtschaft.tirol: Herr Schafferer, Sie waren während des Studiums im Kunsthandel tätig – woher der Sinneswandel in Richtung Immobilien?

Schafferer: Es war kein Sinneswandel. Im Kunsthandel stand ich vorwiegend mit renommierten Südtiroler Familien in Geschäftsbeziehung. Daraus entwickelten sich persönliche Freundschaften und auch verschiedene gemeinsame Geschäftsideen. Eine davon war, gemeinsam in Bestandsimmobilien, zum Beispiel in Leipzig, Magdeburg und Dresden bzw. in Tschechien und Ungarn, zu investieren. Dadurch bin ich Schritt für Schritt ins Immobiliengeschäft hineingewachsen. Es folgte dann das erste Großprojekt, das Outletcenter am Brenner gemeinsam mit der Familie Hutter, welche das DOB bis heute sehr erfolgreich führt. Die PEMA-Gruppe ist nur noch Minderheitenaktionär dort.

Wie viele Mitarbeiter haben Sie?

In der gesamten Gruppe haben wir rund 20 Mitarbeiter in Innsbruck und Wien.

Was ist Ihnen als Chef und an Ihren Mitarbeitern wichtig?

Mir ist es wichtig, unser Team so zusammenzustellen, dass die wesentlichen Bereiche Projektentwicklung, Technik, Finanzen, Recht und Kommunikation mit Profis aus den einzelnen Bereichen bestmöglich abgedeckt sind. Wir sind ein kleines aber schlagkräftiges Team, das wie ein Schnellboot und nicht wie ein behäbiger Tanker agiert. Generell sind mir Loyalität, Verlässlichkeit und Ehrlichkeit besonders wichtig.

Markus Schafferer plant nach PEMA1 und PEMA2 nun den dritten Turm in Innsbruck zu realisieren. "Innsbruck muss vor allem beim Thema wohnen am Gaspedal bleiben!"

Markus Schafferer plant nach PEMA1 und PEMA2 nun den dritten Turm in Innsbruck zu realisieren. “Innsbruck muss vor allem beim Thema wohnen am Gaspedal bleiben!”

Die Nähe zum Bahnhof ist nicht gerade attraktiv. Warum haben Sie sich entschieden, sich gerade dort anzusiedeln?

Das sehe ich etwas differenziert. Wenn Sie die internationalen Trends anschauen, wird deutlich, dass gerade urbane Räume wie bei Bahnhöfen voll im Trend sind. Denken Sie nur an den gerade neu entstandenen Wiener Hauptbahnhof. Wir als PEMA setzen es uns zum Ziel, dass wir urbanistischen Mehrwert gerade rund um den Bahnhof generieren wollen. Also Plätze zu attraktivieren, welche nicht wirklich spannende Orte sind. Mit PEMA 1 haben wir die vor sich hin dümpelnde Ruine der ehemaligen Bahnpost durch „Headline“ ersetzt. Bei PEMA 2 füllen wir die Baulücke zwischen Headline und Ischia-Gebäude und bei PEMA 3 sind selbst Kritiker überzeugt, dass das bestehende Gebäude ein Schandfleck ist.

Wohin entwickelt sich die Innsbrucker Stadtplanung?

Innsbruck wird allein schon durch seine Attraktivität als Studentenstadt vor allem beim Thema Wohnen weiter am Gaspedal bleiben müssen. Aufgrund des knappen Flächenangebotes sehe ich eigentlich kaum Alternativen als in die Höhe zu bauen. Generell ist Innsbruck ein Hotspot, der sehr beliebt und gefragt ist. Da braucht es Radwege genauso wie gute Angebote zum Ausgehen und Tourismusattraktionen.

Was können Sie Jungunternehmern mit auf den Weg geben?

Sich nicht vom eigenen Weg abbringen zu lassen und hartnäckig seine Ziele zu verfolgen. Und nicht aufgeben, wenn man hört, warum dies und das nicht geht. Und vor allem bei den Finanzen darauf zu achten, nicht übers Limit zu gehen. Risiko ja, hasardieren Nein.

Zukunftspläne?

Wir gehen wie bisher Schritt für Schritt. Nach PEMA 1 und PEMA 2 wollen wir PEMA 3 realisieren. In Wien möchten wir gemeinsam mit der Familie Koch die bestehende Bank-Austria-Zentrale auf über 30.000 m2 neu positionieren und neue Mieter finden.

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