EUREGIO darf bei europäischer Verkehrsplanung nicht auf der Strecke bleiben!

Wo und wie erfolgt die Anbindung der Euregio an das EU-Güterschienennetz TEN? Wie soll in Zukunft der Regional- und Lokalverkehr funktionieren und wie sollen Einheimische und Gäste künftig schnell und komfortabel in die Erholungs- und Tourismusgebiete kommen? Die Euregio-Wirtschaftskammern fordern Antworten.

„Unsere Region muss sich auf die Veränderung der Mobilität vorbereiten und wir – unsere Wirtschaft und unsere Bevölkerung – dürfen keinesfalls den Anschluss verlieren“, mahnten die drei Präsidenten der Euregio-Wirtschaftskammern Jürgen Bodenseer, Michl Ebner (Südtirol) und Giovanni Bort (Trentino).

„Unsere Region muss sich auf die Veränderung der Mobilität vorbereiten und wir – unsere Wirtschaft und unsere Bevölkerung – dürfen keinesfalls den Anschluss verlieren“, mahnten die drei Präsidenten der Euregio-Wirtschaftskammern Jürgen Bodenseer, Michl Ebner (Südtirol) und Giovanni Bort (Trentino).

„Unsere Region muss sich auf die Veränderung der Mobilität vorbereiten und wir – unsere Wirtschaft und unsere Bevölkerung – dürfen keinesfalls den Anschluss verlieren“, mahnten die drei Präsidenten der Euregio-Wirtschaftskammern Jürgen Bodenseer, Michl Ebner (Südtirol) und Giovanni Bort (Trentino).

Um die Herausforderung für die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino zu verdeutlichen: Bis 2030 soll der Güterverkehr um 25 Prozent und der Personenverkehr um weitere 20 bis 25 Prozent zunehmen. „Die Straße hat dann ihre Kapazitätsgrenze längst erreicht und wir wollen schon von heutigem Stand aus eine nachhaltige Verbesserung der Luftschadstoffemissionen in der Euregio erreichen. Gleichzeitig müssen wir diese Verkehrsreduktion ohne Leistungs- und Qualitätsverlust für unsere Bevölkerung und unsere 1,8 Mio. Einwohner sowie unsere mehr als 114.000 Unternehmen schaffen“, hält Jürgen Bodenseer, Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer, fest.

LR Zoller-Frischauf fordert Kostenwahrheit

Unterstützung kommt von Tirols Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf: „Die Zunahme des Schwerverkehrs auf der Straße ist rasant. Am Brenner haben wir heute 2,1 Mio. Lkw. Wir sind gut beraten, die Bahn nicht gegen den Lkw auszuspielen, sondern Wege zu finden damit diese Verkehrsträger den zu erwartenden Zuwachs an Transporten gemeinsam aufnehmen können. Aber es muss gleichzeitig die Kostenwahrheit zwischen Straße und Schiene gewährleistet werden. Eine Korridormaut von München nach Verona ist jedenfalls ein solcher Ansatz. Und die Wirtschaft selbst weiß am besten wie neue Logistikkonzepte mit einer neuen Infrastruktur im Einklang zu bringen sind: Darauf sollte die Aktionsgemeinschaft Brennerbahn ein besonderes Augenmerk legen.“

Der Brenner Basistunnel wird eine nachhaltige Entlastung bringen und für den europäischen Güterverkehr eine wichtige Rolle spielen. „Für die Unternehmen in unseren drei Ländern wurde bis dato aber noch keine Vorsorge getroffen“, zeigt der Präsident der Handelskammer Bozen, Michl Ebner, auf. Innerhalb der Euregio ist entlang des EU-TEN-T-Netzes kein einziges Verladeterminal geplant. „Wo sollen unsere Güter be- und entladen werden?“, fragt Ebner. „Dafür brauchen wir heute eine Antwort, denn schon in neun Jahren geht der Basistunnel in Betrieb und die entsprechende Infrastruktur muss erst geschaffen werden!“

Kammern erarbeiten Logistikkonzept 2025+

Ebenfalls unbeantwortet ist die Frage, wie künftig die Warenzustellung im urbanen Raum erfolgen wird. Stichwort regionale Terminals, City-Logistik-Konzepte oder Verknüpfungskonzepte für den grenzüberschreitenden Personenverkehr. Dazu der Präsident der Handelskammer Trient: „Gerade der Personenverkehr ist für uns in der Euregio von zentraler Bedeutung. Wie sollen nämlich unsere Bevölkerung, wie sollen unsere Gäste künftig schnell und komfortabel in die Erholungs- und Tourismusgebiete kommen?“

Die Euregio-Wirtschaftskammern verstehen sich als Treiber in dieser Frage und wollen als Antwort das „Euregio-Logistikkonzept 2025+“ erarbeiten. Die drei Wirtschaftskammern haben deshalb heute am Tiroler Tag in Alpbach beschlossen, ein Maßnahmenpakt zu erarbeiten, welches die notwendigen Handlungsfelder für eine optimierte Verkehrslogistik im Bereich des Güter- und Personenverkehrs umfasst.

„Wir stehen an einer Weichenstellung: die verkehrspolitischen Rahmenbedingungen stehen vor dramatischen Veränderungen und mit dem Basistunnel entsteht in unserer Euregio die wichtigste europäische Nord-Süd-Verbindung. Das sind große Herausforderungen und zugleich große Chancen für unsere Länder. Deshalb wollen wir Antworten auf die skizzierten Fragen finden und unseren Lebens- und Wirtschaftsraum auf diese Zukunft vorbereiten“, halten die drei Präsidenten Bodenseer, Ebner und Bort abschließend fest.

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