Was ist neu durch die Ökostromnovelle?

Das Ökostromnovellenpaket 2017 – die sogenannte kleine Ökostromnovelle – wurde vom Nationalrat beschlossen und bringt einige Neuerungen mit sich. Neben Änderungen für Windkraft-, Kleinwasserkraft- und Biogasanlagen gibt es speziell für Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und KWK – Kraft/Wärmekopplungen interessante Neuerungen.

Administrative Vereinfachungen erfolgen unter anderem dadurch, dass beispielsweise die Anerkennung von PV-Anlagen des Landes Tirol als Ökostromanlage entfällt. Neuerungen gibt es auch bei den Fristen zur Umsetzung von Photovoltaikanlagen. Diese werden auf drei Monate – Nachweis über Bestellung der Anlage beziehungsweise bis neun Monate nach Errichtung der Anlage – verkürzt. Das wird den in der Warteschlange befindliche Anlagen eine Verbesserung bringen. Eine weitere interessante Neuerung ist auch bei der Vergabe über die ÖeMAG – Abwicklungsstelle für Ökostrom AG – errichteten Anlagen zu erwarten. Bis jetzt wurde immer das Prinzip „first come – first serve“ angewendet – ohne Rücksicht auf einen zu erwartenden Eigenstromanteil des Betreibers. In Zukunft können PV- Anlagen mit einem hohen Eigenstromanteil bevorzugt behandelt werden.

Künftige Änderungen durch die Ökostromnovelle

Die Höhe des Investitionszuschusses und der Einspeistarife für 2018 ist jedoch noch offen! Im Rahmen der Novelle fanden auch im ELWOG – Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz – einige interessante Änderungen statt. Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit zur Errichtung von gemeinschaftlichen Erzeugungsanlagen auf Mehrparteienhäusern.

Interessenten für eine Gemeinschaftsanlage in Wohnanlagen können eine Photovoltaikanlage somit freiwillig errichten, einen Beitrag zur Umwelt leisten und die Stromrechnung reduzieren. Auch hier gilt, umso höher der Eigenstromanteil, umso höher die Rentabilität. Interessant für Gemeinschaftsanlagen ist natürlich auch die Installation eines Batteriespeichers. Dieser kann dann ebenfalls noch zu einer Erhöhung des Eigenstromanteiles führen. Gemeinschaftlich betrieben können durch die Änderung des ELWOG auch Kraft-Wärmekopplungen zur Erzeugung von Strom und Wärme. Oben angeführte Änderungen im ELWOG gelten dann auch für Gemeinschaftsanlagen zur Versorgung von gewerblichen Objekten.

All diese Neuerungen im administrativen und rechtlichen Bereich tragen sicherlich zu einer verstärkten Nachfrage nach PV-Anlagen und einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energie in Österreich bei.

Top-Neuerungen für die Errichtung von PV- Anlagen

» Weitere Informationen:
Wirtschaftskammer Tirol
Innovations- und Technologieservice
Richard Stöckl
T 05 90 90 5-1374
E richard.stoeckl@wktirol.at

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