Lucknerhütte: Komfort am Großglockner

1903, als die Großeltern von Florian Oberlohr, dem heutigen Eigentümer der Lucknerhütte am Fuß von Österreichs höchstem Gipfel begannen, Bergsteiger zu beherbergen, reichten diesen noch ein Strohlager sowie Brot, Milch und Käse aus der eigenen Almwirtschaft.

Es mag wohl noch einige solcher Puristen geben. Die überwiegende Mehrzahl der Wanderer aber freut sich darüber, auch am Berg Komfort und ein möglichst authentisches und vielfältiges Speisen- und Getränkeangebot vorzufinden. Dies waren die Beweggründe von Oberlohr, seine auf 2241 m Seehöhe gelegene Schutzhütte im Kalser Ködnitztal aufwändig um- und auszubauen: „Es stand ohnedies die Erfüllung von Behördenauflagen an – da haben wir uns gleich für eine umfassende Investition in die Zukunft unseres Familienbetriebes entschlossen“.

Was hier in acht Monaten Bauzeit geschaffen wurde, ist angesichts der schwierigen Baubedingungen beachtlich: „Für den Transport der Baumaterialien und vor allem der Massivholzfertigteile, aus denen der viergeschoßige Zubau besteht, musste eine eigene Seilbahn errichtet werden. Bei uns haben ausschließlich Osttiroler Betriebe für höchste Handwerksqualität gesorgt. Alles ist in Vollholz ausgeführt; Spanplatte findet man keine“, berichtet der Bauherr und ergänzt: „Wir wollten vor allem dem Wunsch der Übernachtungsgäste nach mehr Privatsphäre entsprechen. Es gibt zwar insgesamt noch 27 Lager-Schlafplätze, wobei wir diese nun aber auf drei deutlich vergrößerte und gediegene ausgestattete Räume verteilt haben. Wer Hotelkomfort sucht, findet ihn in den neuen Gästezimmern – drei davon mit integrierten Duschen und WC. Insgesamt haben wir nun Platz für 55 Nächtigungsgäste“.

Lucknerhütte meistert den Alltag autark

Neu sind auch die zeitgemäß ausgestatteten Personalzimmer, ein Schuh- und Trockenraum und die Dusch- und Waschräume. Es gibt nun sogar einen kleinen SPA-Bereich mit Infrarot-Kabine und Entspannungsliegen. „Uns war wichtig, in die Saisonverlängerung zu investieren, etwa mit unserem neuen, mit Multimedia-Technik ausgestatteten Seminarraum“. Autark ist die Lucknerhütte, was die Energieversorgung und die Abwasserentsorgung betrifft: Den elektrischen Strom liefert ein kleines Wasserkraftwerk; vor sechs Jahren wurde eine vollbiologische Kläranlage errichtet. Nachhaltigkeit und Regionalität prägt auch das Speisenangebot der Lucknerhütte – hier verarbeitet Florians Schwester als langjährige Küchenchefin vor allem Produkte aus dem eigenen Bio-Bauernhof.

Der Hüttenwirt kann auf die volle Unterstützung seiner Familie zählen: Ehefrau Gertraud und die Töchter Theresa und Michaela und zwei Schwestern gehören zur „Stamm-Belegschaft“; auch der Sohn Christoph hilft in den Ferien schon fleißig am Bauernhof und auf der Hütte mit. Die „neue“ Lucknerhütte ist mit dem im Hintergrund aufragenden Großglockner, nicht nur ein fantastisches Fotomotiv, sondern ein für Jung und Alt leicht erreichbares und immer lohnendes hochalpines Wanderziel.

»Weitere Informationen: www.lucknerhuette.at

Die Zimmer der Lucknerhütte:Lärchenholzböden, Wände und Decken aus heimischem Fichtenholz, einfache, aber gediegene Ausstattung und vor allem genug Platz.

Die Zimmer der Lucknerhütte: Lärchenholzböden, Wände und Decken aus heimischem Fichtenholz, einfache, aber gediegene Ausstattung und vor allem genug Platz. Foto: Lucknerhütte/Florian Oberlohr

 

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