Hotellerie: Mit Mehrwersteuersenkung Jobs und Wachstum schaffen

Der Fachverband Hotellerie der WKÖ fordert eine Mehrwertsteuersenkung. Damit der Schwung in der Branche anhält, seien Entlastungen nötig.

„Es freut mich, dass die Konjunktur Fahrt aufnimmt und es positive Vorzeichen für die touristische Sommersaison gibt. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wichtige Schritte zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Hotel-Branche anstehen. Denn nur dann werden wir weiter auf dem Erfolgsweg gehen“, betont Fachverbandsobmann Siegfried Egger. Er fordert die Senkung der Mehrwertsteuer auf Nächtigungen von 13 auf zehn Prozent. Denn während in Österreich die Mehrwertsteuer vor zwei Jahren auf 13 Prozent erhöht wurde, beträgt der Mehrwertsteuersatz für Logis in Deutschland sieben Prozent, in der Schweiz 3,8 Prozent, in Italien und in Frankreich 10 Prozent. Eine aktuelle Studie der HOTREC – des europäischen Dachverbandes für Hotels, Restaurants und Cafés – belegt die positiven Auswirkungen reduzierter Mehrwertsteuersätze auf Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit.

Katalysatoreffekt durch Steuersenkung

„Eine Steuersenkung hätte einen positiven Katalysatoreffekt für die Schaffung von Jobs, für Investitionen und Wachstum“, betont Egger. Er kritisiert zudem das Übermaß an Bürokratie und Auflagen für die Hotellerie. Bei der Übernahme eines Hotelbetriebes von den Eltern will er für Jungunternehmer beispielsweise gleiche Voraussetzungen wie für Start-ups. Derzeit sei der bürokratische Aufwand gerade in den ersten fünf Jahren des Unternehmertums viel zu hoch.

Der Fachverbandsobmann tritt auch für „Investitionsfreiräume ein, damit die Jungen Freude daran haben, den Betrieb weiterzuführen“. Ein Knackpunkt in der Branche ist auch das Thema Arbeitszeit. „Da brauchen wir mehr Flexibilität. Am Abend und am Morgen ist die Hauptleistung zu tragen – da braucht es eine Nachtruhe, die auf acht bis neun Stunden abzielt“, fordert Egger differenzierte Dienst- und Ruhezeitmodelle. „Wir wollen das nicht generell, sondern zur Abdeckung von Spitzenzeiten“, betont Egger.

Siegfried Egger

Siegfried Egger, FV-Obmann Hotellerie: “Die Erholung ist eingeläutet, mit einer Steuersenkung auf Nächtigungen wollen wir den konjunkturellen Schwung nutzen.” Bild: Norbert Leithner, WKO

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