Plansee bleibt auf Erfolgskurs, Schwarzkopf wechselt in den Aufsichtsrat

Die Plansee-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016/17 einen konsolidierten Umsatz von 1,17 Milliarden Euro erzielt und setzt seine globale Expansion fort. Die Vorstände Bernhard Schretter und Karlheinz Wex führen die Gruppe künftig nur mehr zu zweit.

Michael Schwarzkopf war 27 Jahre lang in operativer Verantwortung für die Plansee-Gruppe tätig, davon 21 Jahre als Vorsitzender des Vorstandes. „Nach meinem Rückzug aus dem Tagesgeschäft werde ich als aktiver Aufsichtsratsvorsitzender vorrangig zwei Themen begleiten – die strategische Weiterentwicklung der Plansee-Gruppe und die kontinuierliche Entwicklung des Top-Managements“, so Schwarzkopf im Rahmen der jährlichen Pressekonferenz in Reutte. Der Wechsel vom Vorstand in den Aufsichtsrat sei langfristig geplant gewesen.

Kontinuität und Veränderung: Der Vorstand der Plansee Gruppe mit Bernhard Schretter (l.) und Karlheinz Wex.

Kontinuität und Veränderung: Der Vorstand der Plansee Gruppe mit Bernhard Schretter (l.) und Karlheinz Wex.

Mit seinen bisherigen Vorstandskollegen Bernhard Schretter und Karlheinz Wex sieht Schwarzkopf die Plansee-Gruppe in guten Händen. „Wir haben über 15 Jahre als Vorstand erfolgreich zusammengearbeitet und beide Herren kennen das Unternehmen aus jahrelanger operativer Verantwortung in- und auswendig“, so Schwarzkopf.

1,17 Milliarden Euro Umsatz

Die letzte Bilanz als Vorstandsvorsitzender kann sich sehen lassen, die Gruppe bleibt auf Erfolgskurs. Die Plansee-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016/17, das am 28.2.2017 zu Ende ging, einen konsolidierten Umsatz von 1,17 Milliarden Euro erzielt.

Regional wurden 52 Prozent in Europa und je 24 Prozent in Amerika und Asien umgesetzt. Profitiert hat die Gruppe von der starken deutschen Exportindustrie, vor allem der Automobilindustrie und dem Maschinenbau. Zuwächse konnten auch in der Luftfahrtindustrie und im Bereich der alternativen Energieerzeugung (Brennstoffzellen) erzielt werden.

Spielraum im Hartmetall- und Werkzeuggeschäft

Die internationale Expansion wurde fortgesetzt, in Summe wurden 180 Millionen Euro weltweit investiert. Highlights waren der Neubau eines Produktions- und Vertriebsstandorts in Korea, Produktionserweiterungen in Indien, China und Deutschland, sowie die Übernahme der Werkzeughersteller Best Carbide in den USA und Becker Diamantwerkzeuge in Deutschland. Beide Unternehmen wurden vom Joint Venture Ceratizit, an dem die Gruppe 50 Prozent hält, akquiriert. „Speziell im Hartmetall- und Werkzeuggeschäft von Ceratizit sehen wir noch viel Spielraum, über das starke organische Wachstum hinaus durch Übernahmen zu wachsen“, ergänzt Schwarzkopf.

Auch für das neue Geschäftsjahr sind Schwarzkopf, Schretter und Wex optimistisch. Im ersten Quartal lag die Nachfrage deutlich über den Vorjahreswerten und den Erwartungen. Schwarzkopf bleibt aber in seiner Prognose vorsichtig, da die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen unsicher sind. Trotzdem sind auch im laufenden Jahr Investitionen zumindest in Vorjahreshöhe geplant und mehrere Unternehmensübernahmen in der Evaluierungsphase.

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