Sozialmissbrauch ist kein Kavaliersdelikt

Das Sozialsystem steht täglich am Prüfstand. Das ist gut – denn nur so lässt sich auf Dauer die Finanzierbarkeit sichern.  Das unterstreichen auch Jungunternehmer Dominik Jenewein und der Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer, Jürgen Bodenseer.

Die Vermittlung von Arbeitskräften verläuft in der Praxis nicht immer zufriedenstellend. Mitunter fehlt es an der notwendigen Arbeitsbereitschaft. Dominik Jenewein, Geschäftsführer von JEWA Profi Massmöbel im Stubaital, hat das nicht länger hingenommen und auf Facebook seinem Ärger Luft gemacht. Dies griffen Medien auf, zuletzt bei einer Diskussion auf Servus TV im Hangar 7. „Wir müssen Probleme mit dem Sozialstaat ansprechen – sonst geht das System auf Dauer kaputt“, ist Jenewein überzeugt. Bei der Mindestsicherung begrüßt er die Verschärfung seitens des Landes – die aber Kontrollen und Meldungen braucht, um zu greifen. Grundsätzlich ist für Jenewein die „Differenz zwischen Nichtstun und Leistung“ zu gering. Das lässt sich nur mit einer Senkung der Abgaben auf Arbeit erreichen. Die Steuerquote von 43 Prozent in Österreich ist definitiv zu hoch und ein Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Staaten.

Sozialmissbrauch aufdecken

Ein weiterer Schlüssel liegt für Jenewein in einer Beteiligung der Mitarbeiter am Gewinn. Er hat dafür einen konkreten Vorschlag: „Wenn Unternehmer am Ende des Jahres steuer- und abgabenfrei einen Teil des Betriebsgewinns an die Mitarbeiter ausschütten dürfen (z. B. 10 Prozent), dann steigen die Löhne und die Motivation der Arbeitnehmer, mehr zu leisten.“ WK-Präsident Jürgen Bodenseer stärkt dem mutigen Unternehmer den Rücken: „Missstände und einzelne Fälle von Sozialmissbrauch müssen auf den Tisch. Alles andere ist nicht sozial und führt dazu, dass das Sozialsystem für Bedürftige langfristig unfinanzierbar wird. Das wäre verantwortungslos.“

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